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17/03/2017

Pfarrer Georg von Nantes

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Geboren am 3. April 1924 in Toulon in eine Marineofffiziersfamilie monarchistisch-katholischer Gesinnung.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils legt er eine zunehmend entschiedene oppositionelle Haltung an den Tag, und begründet dies mit dem « unheilvollen Geist » in dem das Konzil und dessen Pläne steht. Nach Veröffentlichung der Enzyklika Ecclesiam suam gibt er am 6. August 1964 eine dogmatische, moralische und pastorale Kritik zu « Menschenkult », « ökumenischen Dialog » und « Kirchenreform » wie von Paul VI. empfohlen, heraus. Darauf trifft ihn wegen seiner Kritik am 25. August 1966 die Enthebung seiner Ämter (suspensio a divinis). Er fordert und erhält darauf der Erlaubnis, dass all seine Schriften einer Beurteilung durch das Heilige Offizium unterzogen werden. Dieser Prozess findet 1968 in Rom statt. Obwohl man ihm keinen Vorwurf hinsichtlich eines Irrtums der Lehre machen kann, verlangt man von ihm den allgemeinen Rückzug in seiner Kritik gegenüber Papst Paul VI und dem Konzil sowie eine bedingungs- und grenzenlose Unterwerfung unter jedwede kirchliche Autorität. Er weigert sich, diesen Text zu unterzeichnen, was ihm ein Jahr darauf, am 10. August 1969 das Verdikt « ungeeignet » in einer Presseerklärung des Heiligen Offiziums einbringt. Der Prozess ist jedoch nicht abgeschlossen, da eine kirchenrechtliche Entscheidung dazu bis heute fehlt. Er verfasst 1973 eine Anklageschrift gegen Papst Paul VI. wegen Häresie, Schisma und Anstoßerregung. Seinen Widerstand gegen Neuheiten und Veränderungen durch angebliche Kirchenreform gab er niemals auf.

crc03.jpgIm Jahr 1993 prangerte er auch den angeblichen « Katechismus der katholischen Kirche » an. Die elf Haupthäresien werden hier offenbart und aufgezeigt. Derart hat der Pfarrer von Nantes zeitlebens als Zeuge der Wahrheit und Richter über die unfehlbare Glaubenslehre der Kirche als mahnender Rufer gewirkt und als Gegenleistung nichts als Enthebung, Verbote und Eignungsabsprechung bekommen ; im Grunde jedoch niemals eine Antwort. Sein Kampf ist ein großer Schrei des Glaubens und der Liebe zur römisch-katholischen Kirche. Vermählt mit Christus und in Mutterschaft zu den Erwählten ergeht ein unablässig wiederholter Ruf an Ihren Obersten, den Höchstrichter über Lebende und Tote, der versprochen hat, dass die Pforten der Hölle sie niemals überwältigen werden.

Im Dezember 2000 entschließt sich der Pfarrer von Nantes, aufgrund seines Glaubens an das triumphierende Unbefleckte Herz Mariens den Titel « katholische Gegen-Reform im 20. Jahrhundert » auf seiner Monatsschrift aufzugeben, und dafür den Titel Auferstehung einzusetzen, dann schließlich : Er ist auferstanden ! In seinen letzten Lebensjahren, von Krankheit gezeichnet, nimmt er die Prüfung des allmählichen totalen Verfalls mit unnachahmlicher Demut hin. Was ihn wirklich bedrückt und hauptsächlich belastet ist der « Niedergang der Kirche », wie er es selbst ausdrückt.

Zum Opfer für das Heil der Kirche geworden nach einem lebenslangen täglichen unglaublich kraftvollen Einsatz gegen die allseitige Verfolgung haucht er sein Leben bereitwillig im Kampf und an Ihrem Dienst zur Erhöhung der Kirche aus. Am 15. Februar 2010 kehrt die Seele des Pfarrers Georg von Nantes friedlich zu seinem Schöpfer zurück.

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