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27/02/2016

28. Februar 1794 Lucs-sur-Boulogne

1789 stürzt die Monarchie wie ein Kartenhaus zusammen ; als der König fällt reagiert ganz Frankreich mit Bestürzung. Die Regionen werden sehr bald zu‚ « wissenschaftlichen Laboratorien » aller Arten von Verstümmelungen, und die unrechtmäßigen standrechtlichen Hinrichtungen setzen sich fort; die Revolution verändert das französische Volk, indem es dieses verbissen und systematisch von seinen geistigen und zeitlichen Wurzeln abschneidet… Die traurige Lage, wie wir sie im Unterrichtswesen kennen, ist nur die Frucht eines chirurgischen Eingriffs, der durch eine Handvoll von zornigen Verrückten ausgeführt wird, die sich zu der Zeit selbst zu Medizinern erklärt hatten, ohne qualifiziert zu sein. Wenn es stimmt, dass die Revolutionäre heutzutage keine Köpfe mehr abschlagen, so ist doch gültig, dass sie diese mit einer intensiven republikanischen indoktrinierenden Ideologie anfüllen. Was noch gemeiner, aber umso wirkungsvoller ist. Daher erscheint es uns angebracht, an diesem Tag des Gedenkens an eine traurige Geschichte zu erinnern, oder vielmehr unsere jungen Leser darauf aufmerksam zu machen, die ganz der Vergessenheit anheimgefallen wäre, wenn nicht gewisse wohlmeinende Kreise mit Gewissen gegenüber der Wahrheit und Gerechtigkeit sich der Mühe unterzogen hätten, sie zu überliefern.

Am 28. Februar töten die Truppen der Generäle Cordellier und Crouzat in Vendée alles, was sich auf ihrem Weg entgegenstellt, gemäß der vereinbarten Verordnung, und plündern, verwüsten, massakrieren und setzen dabei alles in Brand, um « die Räuber » (so nennen die Republikaner Vendée Einwohner) auszurotten, nach einem Gegenschlag in der Vivandière-Heide durch die Armee von Charette, dem obersten General der königlichen katholischen Armee. Geschwächt nach « Savenay » und dem Ausflug, um zahlreiche Einheiten verringert, und auf einen Freiheitskampf beschränkt, musste sich die Armee der Vendée allerdings nach dem Sieg zurückziehen. Martincourt, ein republikanischer Leutnant von Cordellier, erfährt davon und nachdem er einige Flüchtende wieder formiert hat, marschiert er gen Lucs-sur-Boulogne in der festen Absicht, dort Vergeltungsmaßnahmen zu setzen.

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2.jpgAuf zwei Gemeinden aufgeteilt umfasst Groß-Luc 2.050 Einwohner und Klein-Luc ca. hundert. Als die Männer aufmarschieren, geht Pfarrer Voyneau aus Klein-Luc auf die republikanischen Soldaten am Malnaie-Weg zu, um sie zu gemahnen, seine Pfarrkinder nicht zu töten; er wird an einen Baum gebunden, hierauf gefoltert; man reißt ihm die Zunge heraus; man öffnet ihm die Brust, damit man das Herz herausreißen kann, das die Mörder auf den Steinen am Weg zertreten. Die Dorfbewohner wissen nicht wohin und flüchten sich in die Kapelle von Klein-Luc. Sie können sich nicht wehren; es handelt sich um Alte, Frauen und Kinder, 109 davon unter 7 Jahren. Da die Männer nicht da sind, gelangen die Republikaner zur Überzeugung, dass jene an den Kämpfen unter Charettes Kommando teilgenommen hätten. Die kleine Kapelle kann nicht alle Bewohner aufnehmen, und die Revolutionäre beginnen erbarmungslos mit Gewehren auf die kniende Menge im Freien davor zu schießen, dann um Munition zu sparen, mit Bajonetten abzuschlachten und die Verwundeten vollends ins Jenseits zu befördern. Die Überlebenden verbarrikadieren sich im Innern der Kapelle, die Republikaner setzen die Kapelle hierauf in Brand und schießen mit Kanonen, der Kirchturm fällt in sich zusammen, und begräbt die Opfer, die noch am Leben sind, unter seiner Masse.

3.jpgDie Absicht, die Bevölkerung von Vendée auszulöschen kommt zum ersten Mal am 4. April 1793 auf, als sie von einigen Politkern und hohen Würdenträgern ausgesprochen wird. Minister Barrère in seinem großen Durst nach « republikanischer Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit » legt persönlich « einen Plan nach totaler Zerstörung » vor. « Die Vendée », ruft Turreau aus, « muß zu einem nationalen Friedhof werden; man muß vor allem die Frauen als Fortpflanzungsschiene beseitigen ». Man baut Vernichtungslager, wie in Noirmoutiers zum Beispiel. In Bourgneuf und Nantes kommt es zu Ertränkungen an Kindern, eine heimtückische Tötungsart, die Carrier « republikanische Taufe » nennt... Die Bewohner Vendées dürfen sich nicht mehr vermehren, daher schneidet man Männern das Geschlecht ab oder läßt im weiblichen Urogenitalapparat Patronen zum Platzen bringen. Zeugenschilderungen offenbaren die schrecklichen Gräueltaten, wie in Peigné und Saint-Julien-de-Concelles, wo schwangere Frauen in Keltern ausgestreckt zermalmt wurden…

lucs sur boulogne, vendée, kriegKein Anliegen der Welt kann ein solches Massaker an der Zivilbevölkerung rechtfertigen; nichts kann der Grund sein, dass man mit solcher Unmenschlichkeit vorgeht. Einige Zeit später, im Jahr 1863 fand man die Gebeine dieser Märtyrer mit ihren Skapulieren und Rosenkränzen. Das Massaker von Lucs-sur-Boulogne hat 564 Opfern das Leben gekostet. Es ist daher notwendig, dass man die Erinnerung an die Geschichte dieses makabren Tags aufrechterhält, die der « offiziellen » Geschichtsschreibung so wenig bekannt ist, aus Gründe die aus sich selbst heraus erklärbar sind…

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Die Namen der 110 Kinder von Lucs-sur-Boulogne unter 7 Jahren, die am 28. Februar 1794 von republikanischen Truppen getötet wurden :

Marie-Modeste AIRIAU, de la Ricoulière, 5 Jahren und 7 monaten,
Thomas AIRIAU, de Villeneuve, 10 monaten,
Joseph ARCHAMBAUD, de Puyberne, 20 monaten,
Agathe ARNAUD de Belleville, 4 jahren halb,
Etienne BERIAU, de l’Erzandière. 15 tagen,
Marie-Madeleine BERIAU, de Roblin, 2 jahren und 11 monaten,
Jeanne BERIAU, du Petit-Luc, 4 jahren,
Marie BERNARD, de la Jarrie, 3 jahren,
Céleste BOISSELEAU, de la Grézaudière, 6 jahren,
Pierre BOISSELEAU, de la Gaconnière, 6 jahren halb,
François BOSSIS, du bourg du Grand-Luc, 7 monaten,
Joseph BOSSIS, Bruder, 23 monaten,
Louis BOSSIS, Bruder, 5 jahren,
Pierre BOUET, de la Surie, 27 monaten,
Louis BOURON, de Bourgneuf, 3 monaten,
Madeleine BOURON, Cusine, de Bourgneuf, 3 jahren,
Marie CHARUAU, de la Guyonnière, 2 jahren,
Marie-Madeleine CHARUAU, Schwester, 4 jahren und 3 monaten,
Jean CHARRIER, de la Devinière, 3 jahren,
Marie DAVIAUD, de l’Erzandière, 1 jahre,
Pierre DAVIAUD, Bruder, 5 jahren und 8 monaten,
Jeanne DAVIAUD, (Petit-Luc), 2 jahren und 11 monaten,
Pierre DAVIAUD, Bruder, 4 jahren und 10 monaten,
Louis EPIARD, du Chef-du-Pont, 5 jahren und 10 monaten,massacre-vendee.jpg
Jean-François ERCEAU, de la Sorinière, 27 monaten,
Pierre FETIVEAU, de la Gaconnière, 27 monaten,
N…FETIVEAU, Bruder, 3 monaten,
Jeanne FEVRE, du Chef-du-Pont, 5 jahren halb,
Suzanne FORGEAU, de la Sorinière, 20 monaten,
Rose-Aimée FORT, du Champ-Dolent, 31 monaten,
Pierre-René FORT, Bruder, 5 jahren und 9 monaten,
Marie-Anne FOURNIER, (Grand-Luc), 30 monaten,
Jacques FOURNIER, Bruder, 5 jahren und 5 monaten,
Marie GARREAU, de la Cornetière, 7 jahren,
Marie-Anne GAUTRET, de la Guénière,7 jahren,
Pierre GEAI, des Temples ; 25 monaten,
Jean GIRARD, du Chef-du-Pont, 1 jahre,
Marie-Jeanne GIRARD, Schwester, 4 jahren und 2 monaten,
Pierre GIRARD, Bruder, 6 jahren und 4 monaten,
Pierre GOUIN, des Temples, 1 jahre,
Louis GRALEPOIS, de la Grézaudière, 13 monaten,
Jeanne GRALEPOIS, de la Bretonnière, 5 jahren,
Pierre GRATON, du Puy, 3 jahren und 4 monaten,
Jeanne GRIS, de la Cernetière, 5 monaten,
Pierre GRIS, Bruder, 5 jahren,
Lubin GUILLET, du Bourg du Grand-Luc, 6 jahren,
Marie GUITET, de l’Erzandière, 4 jahren halb,
Marie HERMOUET, du bourg du Grand-Luc, 5 monaten,
Louis HIOU, de Bourgneuf, 2 jahren und 11 monaten,
Marie-Anne JOLI, de la Bromière, 27 monaten,
Marie MALARD, du Marchais, 4 jahren,
Jean MALIDIN, de la Primaudière, 18 monaten,
Marie MALIDIN, Schwester, 3 jahren und 11 monaten,
Jeanne MALIDIN, de la Bruère, 3 jahren,
Rose MALIDIN, Schwester, 6 jahren und 2 monaten,
Joseph MANDIN, du bourg du Grand-Luc, 23 monaten,
Louis MANDIN, Bruder, 5 jahren und 9 monaten,
Véronique MARTIN, de la Moricière, 1 jahre,
Marie-Françoise MARTIN, du Petit-Luc, 2 jahren,
Louise MARTIN, Schwester, 5 jahren und 4 monaten,
Rosalie MARTIN, de la Guénière, 2 jahren und 10 monaten,
Louise MARTIN, Schwester, 5 jahren und 3 monaten,
Rosalie MARTINEAU, de Bourgneuf, 2 jahren und 11 monaten,
Jean MIGNEN, de la Sorinière, 1 jahre,
Louise MINAUD, du Brégeon, 15 tagen,
Louise-Marie MINAUD, Schwester, 15 monaten,
Jean MINAUD, Bruder, 5 jahren und 3 monaten,
Pierre MINAUD, Bruder, 6 jahren und 11 monaten,
Jeanne MINAUD, de la Davière, 15 monaten,
André MINAUD, Bruder, 4 jahren und 2 monaten,
Véronique MINAUD, Schwester, 6 jahren und 8 monaten,
Pierre MINAUD, Vetter de la Davière, 4 jahren,
Louise MINAUD, de l’Ethelière, 33 monaten,
Marie-Anne MINAUD, Schwester, 6 jahren und 11 monaten,
Anne MORILLEAU, de la Primaudière, 2 jahren
Céleste MORILLEAU, Schwester, 6 jahren und 5 monaten,
Jean PERROCHEAU, du Retail, 5 jahren und 3 monaten,
Pierre POGU, de la Pellerinière, 22 monaten,
Jean POGU, Bruder, 5 jahren,
Rose PREVIT, de Villeneuve, 10 monaten,
Marie PREVIT, Schwester, 6 jahren,
Rose REMAUD, de Bourgneuf, 4 jahren und 11 monaten,
Marie REMAUD, de la Grande-Métairie, 4 jahren halb,
Pierre RENAUD, de la Nouette, 18 monaten,
Catherine RENAUD, Schwester, 3 jahren halb,
Jeanne RENAUD, Cusine, de la Nouette, 4 jahren,
Marie-Anne RENAUD, de la Petite-Brosse, 4 jahren,
Pierre RENAUD, Bruder, 6 jahren halb,
Marie RICOULEAU, de la Bromière, 22 monaten,
Jeanne ROBIN, de la Retardière, 5 jahren,
Marie-Anne RORTAIS, de la Guyonnière, 4 jahren,
Jeanne ROUSSEAU, de la Gaconnière, 23 monaten,
Jean ROUSSEAU, Bruder, 3 jahren und 11 monaten,
Louis ROUSSEAU, Bruder, 7 jahren,
Victoire ROUSSEAU, Kusine, de la Gaconnière, 11 monaten,
Jeanne ROUSSEAU, Victoire Schwester, 4 jahren,
Jeanne SAVARIAU, de la Sorinière, 5 jahren und 10 monaten,
Pierre SIMONEAU, de la Moricière, 6 monaten,
Jean SIMONEAU, Bruder, 4 jahren und 10 monaten,
Jacques SIMONEAU, de la Bugelière, 18 monaten,
Joseph, SIMONEAU, Cusine, de la Bugelière, 8 monaten,
Henri SORET, du Petit-Luc, 2 jahren,
Jacques SORIN, de la Bromière, 5 monaten,
Jean SORIN, Bruder, 3 jahren und 3 monaten,
Madeleine TENET, du Chef-du-Pont, 7 jahren,
Louis VRIGNAUD, de la Ricoulière, 23 monaten,
Marie-Jeanne VRIGNAUD, de la Cornetière, 3 jahren,
Jean-Baptiste VRIGNAUD, Bruder, 4 jahren und 5 monaten.

23/02/2016

Geschichte der östlichen Moselregion – Interview mit dem Archivar von Saint-Avold

Pascal Flaus: « Nach 1918 wurden die Elsass-Lothringer verachtet ».


Arnaud STOERKLER, Journalist bei « La Semaine » : 17/10/21014.

 

05_Willhelm-II_LW.jpg« Die Elsass-Lothringer, die im Jahr 1914 in die deutsche Armee eingegliedert waren, sind bei ihrer Rückkehr nach Frankreich mit Verachtung gestraft worden », behauptet Pascal Flaus, der Organisator einer Ausstellung über den Großen Krieg, die im Archiv in Saint-Avold bis 3. Oktober zu sehen ist. Der Historiker ruft diese Tatsache, die im Land, das sich einzig als Sieger im Jahr 1918 sieht, wenig im Bewusstsein ist, in Erinnerung.

Warum haben Sie in Ihrer Ausstellung den Schwerpunkt auf das tägliche Leben in Saint-Avold zwischen 1914 und 1918 gelegt ?


Pascal Flaus, Archivar : Wir wollen nicht zum wiederholten Mal die militärischen Ereignisse von 1914-1918 im Rückblick zeigen. Der Zweck dieser Ausstellung ist, den Großen Krieg näher zu erklären, der Frankreich zutiefst geprägt hat, um dann im Anschluss die Besonderheiten in der Mosel-Region aufzuzeigen, die in diesem Konflikt eine Rolle spielten. Mit der Annexion des Elsass und eines Teils Lothringens durch die Deutschen im Jahr 1871 (siehe unten), hat sich Saint-Avold germanisiert und den Charakter einer Garnisonsstadt angenommen. Es hat bis 1914, als es zur Kriegserklärung zwischen Frankreich und Deutschland kam, einen Aufschwung genommen. 73 Naborier (Naborien : Gemeinde in der Moslelregion) sind dem Konflikt zum Opfer gefallen, weiters 212 deutsche Soldaten, die sich in der Stadt aufhielten. Nur wenige Leute wissen das, aber 380.000 Elsass-Lothringer haben während des Großen Krieges in der deutschen kaiserlichen Armee gedient. Die Zahl der Deserteure unter ihnen war vergleichsweise gering : nur etwa 1.000 bis 2.000 gemäß Schätzungen.


Die Elsass-Lothringer in dieser deutschen Armee haben also nichts mit den « Malgré-Nous » (wider unseren Willen) im Zweiten Weltkrieg zu tun ?


P.F : Heutzutage verwechselt man oft den Ersten und den Zweiten Weltkrieg, und assoziiert diese Soldaten der kaiserlichen Armee mit den « Zwangsrekrutierten » von 1939-1945. Einhundert Jahre nach dem Beginn dieser Ereignisse muss man, meine ich, eine augenscheinliche Tatsache in Erinnerung rufen : im Jahr 1914 war die Einwohnerschaft von Elsass und einem Teil Lothringens seit mehr als vierzig Jahren deutsch. Für die jungen Rekruten, die alle in die kaiserliche Schule Deutschlands gegangen waren, war es völlig normal, auf Seiten der Deutschen in den Kampf zu ziehen. Außerdem war das Kaiserreich Wilhelms II nicht zu vergleichen mit dem Deutschland des Zweiten Weltkriegs : ersteres hatte noch sowas wie eine Verfassung in Grundzügen, zweiteres ist eine Nazidiktatur. Schließlich wurden die Elsass-Lothringer der deutschen Reichsarmee nicht alle an die russische Front geschickt, wie es die « Zwangsrekrutierten » großteils waren. In Saint-Avold zum Beispiel war nur die Hälfte der Soldaten entsendet; die andere Hälfte hat an der Westfront gegen Franzosen gekämpft.


Wie ist man auf lokaler Ebene mit dieser besonderen Situation umgegangen ?


P.F : Viele Soldaten, die zu Ende des Krieges zurückkamen, haben niemals oder wenig darüber gesprochen und ihre Erinnerungen mit ins Grab genommen. Das Elsass und die Moselregion sind im Jahr 1918 wieder zu Frankreich gekommen und oft verachtet worden, und haben wiederum wegen ihrer beschämenden Erfahrungen selber auch ein schlechtes Gewissen gehabt.
Diese Beschämung blieb aufrecht: unsere Ausstellung zeigt das Leben einer Kleinstadt im « Reichsland », nämlich Saint-Avold zwischen 1914 und 1918 anhand einer Reihe von ca. 30 Dokumenten aus dieser Zeit, die bei Einzelpersonen gefunden wurden. Ich habe mich zu einigen begeben und dabei in einen Teil ihres Familienarchivs Einsicht bekommen, leider ohne jedoch alle für unseren Rückblick zu bekommen; einige wollten einfach nicht ihr Leben, einen Teil ihrer Geschichte preisgeben. Wir haben aber auch mit ca. einem Dutzend Saarländern Verbindung aufgenommen, die sich viel offener zu diesem Thema gezeigt haben.


Entgegen den « Zwangsrekrutierten » ist die Zerrissenheit der Elsass-Lothringer zwischen 1914-1918 viel weniger bekannt in Frankreich. Warum?


P.F : In den Schulbüchern liest man vom Großen Krieg mit der französischen Brille und nicht mit der Elsässer oder der Moselregion. Die französische Republik hat sich gegenüber diesen Soldaten immer geziert und niemals die Hand zur Versöhnung ausgestreckt : sie wurden niemals wie die « Poilus » = « Behaarten » (= die französischen Frontkämpfer im ersten Weltkrieg), wie die ‚wahren französischen Soldaten des ersten Weltkriegs genannt wurden, anerkannt.
Viele konnten nicht die Anerkennung als Veteran bekommen. Im Jahr 1995 hat Präsident Jacques Chirac die Feierlichkeiten des 11. November genutzt, um die Ehrenlegion allen diesen Veteranen der Jahre 1914-1918, die noch am Leben waren, offiziell wiederherzustellen. Aber die Elsässer und Moselbewohner waren von dieser Vergünstigung ausgenommen.


Die Gründe für diese Vernachlässigung sind also auch politische ?


P.F : Das Gefühl der Vernachlässigung kann man seit den Verträgen von Frankfurt am Ende des Krieges von 1870-1871 bereits finden, als das Elsass und ein Teil Lothringens an Preußen abgetreten wurden (die Gründung des deutschen Reichs wurde im Jahr 1871 ausgerufen) : diese Aufgabe wurde von der Nationalversammlung, die in Bordeaux zusammentrat vertragsmäßig festgehalten. Die Abgeordneten von Elsass-Lothringen verließen aus demonstrativem Protest die Versammlung, blieben aber in Frankreich und überließen ihre Verwaltungsbezirke ihrem Schicksal. Man erinnere sich, dass dieser völkerrechtliche Vertrag nicht unter Zwang entstand : die französischen Abgeordneten haben die Abtretung dieser Gebiete demokratisch abgestimmt, die zu jener Zeit durch alle europäischen Mächte anerkannt wurde. Die Einwohner Elsass-Lothringens hatte niemals darum gebeten, sie verdienen daher, als gleichberechtigt anerkannt zu werden, nämlich innerhalb der Wahl, die sie hatten. Diese Soldaten waren nicht « Zwangsrekrutierte », außer man bezeichnet damit einen anderen Sachverhalt größerer Dimension: jenen aller dieser Bauern, Kaufleute und anderer Staatsbürger Frankreichs und Deutschlands, die in der Armee in einem Krieg dienten, den sie nicht unbedingt gewollt hatten.

 

Ursprunglicher Text : HIER

12/02/2016

Die Hilfe zur Rettung der modernen Gesellschaft finden wir in den kulturellen Brauchtümern und in der katholischen Tradition.

erzengel-michael.jpgDie Menschen verstehen die Probleme der modernen Gesellschaft nicht, solange sie nicht selber Opfer sind. (Trennung, Scheidung, Selbstmord, die Suche nach ewiger Jugend, ,Ichbezogenheit, Verlassenheit und die Ablehnung des Alters). Diese menschlichen Probleme sind miteinander verflochten und werden in einem endlosen schrecklich perversen Kreis verbunden. Diese menschlichen Probleme resultieren aus dem Glaubensverlust, Verlust der Demut, Demoralisierung, Verlust der Vorstellung von Gut und Böse, Ablehnung von Autorität (Grundsatz der Revolution = Ablehnung Gottes). Zerbrechen von Familien, Idividualismus,Selbstzufriedenheit, man will ein freies Leben führen ohne sich zu binden, Atheistischen Materialismus, Liebe = Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, Selbstbefriedigung, Empfängnisverhütung, Abtreibung. Das ganze wird von einer massiven Einwanderung gekrönt um die Unfruchtbarkeit zu kompensieren. Die Liste aller Übel, die unser Abendland zu zerstören drohen, ist sehr lang.

Was ist der Zweck von all dem Wahnsinn ? Eigentlich passiert es genauso, wie es sich durch die ganze Bibel vollzieht. Wenn Menschen von Gott sich abwenden, passieren all diese schlimmen Zustände, Sodom und Gomorra sind das bekannteste Beispiel, meistens erfolgt ein Strafgericht von Gott, wenn das Maß voll ist. Eine sehr moderne Gesellschaft basierend auf der Grundlage der individuellen Rechte (als einziges Menschenrecht), ist auf Dauer niemals lebensfähig.

Die Lösung ist eine Wiederbelebung katholischen Tradition. Die katholische Tradition bietet alle Tugenden, die Gott wohlgefällig sind und Gott die Menschen und ihr Land wieder segnet. Der Mensch selber wird in seiner Seele wieder gesund und somit die ganze Gesellschaft.
Die traditionelle Gesellschaft versteht es Aufgaben im Sinne von Recht und Ordnung zu behandeln und zu lösen.

Reny_F