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09/02/2020

Ludwig XX wünscht den Franzosen alles Gute zum Jahr 2020

Valeur Redaktion, am Dienstag den 28.Januar 2020

Während Frankreich in der Krise steckt, beginnt das Jahr 2020 mit einigen Schwierigkeiten. Ludwig XX stammt aus der Familie derer von Anjou, also der Legitimisten, und ist damit rechtmässiger Nachfolger der Könige von Frankreich und wendet sich als solcher an Frankreich mit seinen Glückwünschen.

348867775.jpgMeine lieben Landsleute, zu Jahresbeginn gleich glück für 2020 zu wünschen, ist nicht einfach. Wir möchten von Erfolgen, Wohlstand, glück und Zufriedenheit sprechen, aber wir stehen vor einem zutiefst krisengeschüttelten Land. Die Krise ist sowohl moralisch als auch materiell. Aüssere und innere Gefahren wiegen schwer auf Frankreich. In dieser Situation und in diesem Machtvakuum ist es die Pflicht des legitimen Nachfolgers des Königs von Frankreich, das Wort zu ergreifen. Dies scheint mir die Pflicht des Herrschers zu sein : Mut und Realitätssinn zu zeigen !

Ich weiss, dass die Franzosen derzeit nichts zu lachen haben in einem Land, das weithin sehr mutlos und pessimistisch geworden ist. Das Land steckt in einer tiefen Krise, die jedes Jahr zunimmt und vor über einem Jahr radikaler wurde, da sich die Bevölkerung nunmehr verstärkt dagegen auflehnt. Sie ist nicht nur durch verschiedene Interessen einzelner oder ganzer Gesellschaftsschichten bedingt, sondern durch eine allgemeine Verelendung, eine Abnahme der Lebensqualität, Angst vor der Zukunft, die sich sowohl in den grossen Ballungsgebieten als auch am Land durchziehen. Daher fühlte sich dieses Land , das sich soviel von Europa und der Globalisierung auf verschiedenste Art und Weise erwartete, in einer solchen Lage immer mehr desillusioniert und betrogen und verärgert und von Zukunftsängsten geplagt. Seien wir also jenen, die durchhalten dankbar. Denn sie erhalten Frankreich mit ihrem Unternehmertum und ihrer erneuernden Kraft immerhin grossmächtig. Gemeinsam mit anderen Grossmächten. Den Feuerwehren, Medizinern und Polizisten, die den öffentlichen Dienst unter immer schwierigeren Bedingungen aufrechterhalten. Den Familien die die demografischen Zahlen hochhalten. Und unverdrossen als letzte Barriere ueber unser Oberhoheit wachen und dabei oft das eigene Leben aufgeben müssen. All jenen sende ich meine aufrichtigen Wünsche für ein gutes neues Jahr 2020, und versichere ihnen, wie gut und lobenswert ihr Tun ist. Aber abgesehen von dieser Vorhut müssen wir auch ans Wohl Frankreichs denken.

Ich habe den notwendigen Abstand, um die Situation in Frankreich beurteilen zu können. Und ich sehe dessen Zukunft trotz allem mit heiterem Optimismus. Die letzten Jahrhunderte, durch meine Familientradition geprägt, lassen einige grosse Mängel auf gewissen Gebieten im Land erkennen.

Seit Jahren lässt sich Frankreich wie gebannt von Ideen fern jeder Realität einlullen. Aber wir sollten uns nicht täuschen lassen und die Augen vor der Realität verschließen, als ob sie nicht existierte. Die Realität ist stärker als Ideologie, denn das ist das Leben. Das tägliche Leben jedes einzelnen. Das Familienleben. Das Leben, das wir weitergeben müssen, denn sonst sturbt es. Und die Franzosen wollen leben und weiterleben, denn sie wissen im Grunde ihres Herzens, dass sie Erbe einer tausendjährigen Geschichte sind, die zu bewahren ist. Die Franzosen wissen, dass das Land entgegen dem Anschein doch noch ein reiches geistiges und moralisches Erbe hat, das der ganzen Welt anheimfällt. Das zu den zu bewahrenden Werten gehört. Dieses Wort ist in letzter Zeit viel beansprucht und gehütet worden. Wenn ich von Werten spreche, dann sind es jene Frankreichs, das 15 Jahrhunderte hindurch Königreich war. Werte wie Fleiß, Einsatz, Gemeinwohl, Anstand und Opferbereitschaft im Anlassfall. Werte, die sich aus dem Christentum und der griechisch-lateinischen Philosophie ableiten. Jenen der französisch-europäischen Zivilisation. Nicht jenen der Ideologien die sowohl falsch als auch über dreht sind. Nicht jenen der Ablehnung, Reue, Aufgabe von Traditionen und Zerstörung von Institutionen. Die Franzosen belügen sich nicht und schwelgen nicht in einer destruktiven Macht anstatt einer konstruktiven. Sie sehnen sich nach einem Wandel und Bruch mit jahrzehntelangen fatalen und tödlichen Politspielchen.

Bruch bedeutet dem Leben wieder Sinn zu geben, indem man zum fundamentalen zurueck kehrt. Zuerst einmal heisst das, dem natürlichen Leben, von der Empfängnis bis zum Tod den ersten Platz einzuräumen, denn das ist das anthrooologuscge Fundament, auf dem unsere Gesellschaft ruht. Das zweite Fundament ist das Gemeinwohl. Es ist die Anleitung, die man braucht um zu wissen, was man tun soll. Vom geringsten bis zum höchsten. Bringt es der Gesellschaft was, wenn ich dies oder das tue, insbesondere den schwächsten ? Lässt es sie voranschreitet ? Ist es fuer sie gut ?

Denn diese Fundamente haben nicht an Wert noch an Nutzen zwecks Ordnung der Zivilgeselschaft verloren. Im Gegenteil ! Man muss ihnen nur den rechten Platz im gesellschaftlichen Leben einräumen. Dann wird es auch mit der Politik wieder aufwärtsgehen gleichsam wie nach einer neuen Morgenröte, und die Gesellschaft kann darauf aufbauen, um voranzuschreiten und einander das Leben zu erleichtern. Und die grossen Visionen, an denen es derzeit so sehr mangelt, werden wieder auferstehen. Man muss an die Zukunft glauben, um sie wiederherzustellen, indem man dem Kind genug Raum gibt, damit es durch die Erziehung die man ihm angedeihen lässt, zum umsichtigen und verantwortungsbewussten Erwachsenen wird. An die Zukunft glauben, heisst auch, für die Alten sorgen, dass sie im hohen Alter gesicherte Verhältnisse vorfinden, wenn sie sich vom Arbeitsleben zurück gezogen haben, alle Hilfe und Unterstürtzung bekommen, derer sie bedürfen.

Das Gemeinwohl ist dem Individualismus entgegengesetzt, dessen Raserei die Gesellschaft seit einem halben Jahrhundert etwa spaltet. Glück allein im Konsum zu finden ist eine der falschen Prämissen, und dies führt zu einer ungeordneten, orientierungslosen Gesellschaft, und damit zu noch mehr Schmutz und Abfall und Schädigung und Unnatürlichem. Glücklicherweise kam es durch diese Spirale des Bösen zu einem heilsamen Umdenken. Mittels des Evangeliums hat die Kirche zur Besinnung aufgerufen, indem sie sich auch auf die Natur, Teil der göttlichen Schöpfung, an der der Mensch aktiv und passiv Anteil hat, beruft, und die damit im göttlichen Plan liegt. Gottes Anhängerschaft wird grösser und die aufmerksamen Beobachter zahlreicher.

Es gibt also keimendes Leben in unserer Gesellschaft zum Besseren, und steckt in jenen, die damit was anzufangen wissen und bekanntmachen. Die Zukunft gehört den jungen Paaren, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und sie an ihre Kinder und damit ans Leben weitergeben. Die Zukunft gehört den jungen unternehmungslustigen, die sich ums Gemeinwohl kümmern, und Talent, Wissen, Energie und Kapital darein stecken und daraus neu schöpfen. Alles hängt an jenen die Pflichten zu übernehmen eher bereit sind als nur Rechte zu beanspruchen. Alles hängt an jenen, die an die Kindschaft Gottes und dem daraus abzuleitenden Gemeinwohl glauben.

83095310_1512027318962001_8542699843053682688_n.jpgMeine lieben Landsleute, Sie sehen, ich habe Vertrauen in die Zukunft Frankreichs, denn obwohl verwundet, so hat es doch Kraft und Saft, das in jenen steckt, die die Jahrhunderte alte Geschichte in und mit sich tragen. Es liegt noch eine weite Strecke vor einem, wenn man einmal Sinn und Zweck dieser Tradition wieder entdeckt hat. Dies sind meine Wünsche an alle Franzosen zu Jahresanfang. Mögen der heilige Ludwig und die heilige Johanna von Orleans uns und Frankreich weiterhin beschützen.

Ludwig von Bourbon

 

26/01/2020

Am 26. Januar 1796 wandte sich Stofflet mit folgenden Worten an seine Waffenbrüder

Stofflet, Generalissimus nach Laroche-Jacquelin's Tode, tapfer, roh. Nicolaus Stofflet war aus Lothringen gebürtig, von Jugend an Soldat, später aber Jäger in Diensten des Grafen Colbert, in Maulevrier. Er war, nächst Charette, das wichtigste Parteihaupt der Vendeer, und wenn auch an edlen Eigenschaften mit einem d'Elbée, Bonchamps, Lescure und Laroche Jacquelin gar nicht zu vergleichen, doch oft von größerem Einflusse, als diese braven Männer. Stofflet war 44 Jahre alt, als er gefangen und zu Angers erschossen wurde.

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« Meine tapferen Freunde, der Zeitpunkt ist gekommen, euch zu zeigen, dass Gott der Herr, der König, die Stimme des Gewissens und der Ehre und eure Dienstaelteren, euch zum Kampf aufrufen. Lasst der Republik weder Rast noch Ruh, die an der Zerstörung des Landes, das ihr bewohnt, mitgewirkt hat ! »

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Dies war die Ansprache, die der General Stofflet seinen Partisanen hielt und sie damit aufforderte, sich um ihn zu versammeln, um den Kampf gegen die Republik wieder aufzunehmen.

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25/01/2020

Segenwünsche 2020

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« Frankreich kann sich schon ab morgen erneuern, da es durch sein Augenmerk aufs Gemeinwohl bereits immer Stütze der Zivilisation war. Keiner von uns weiss, was morgen sein wird, aber doch wissen wir, dass die Zukunft das sein wird, was wir daraus machen.

Auf dass alle heiligen Frankreichs, der heilige Ludwig, Frankreich beschützen, damit es die grosse und mächtige Nation bleibe, gemäss dem Beispiel an Weisheit und Geduld, wie es die Capets vorlebten. »

 

Ludwig von Bourbon

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22/01/2020

Sonntag 19 Januar 2020

Aus Anlass der Totengedenkmesse seine Majestät König Ludwig XVI, die wir immer am Sonntag, der dem 21. Januar am nächsten ist, in der Sühnekapelle feiern, und der gemeinsamen Mahlzeit danach, hielt Prinz Ludwig von Bourbon, de jure seine Majestät König Ludwig XX folgende Rede.

 

Louis XX.pngLiebe Freunde,


Bevor ich Ihnen meine Botschaft übermittle, lassen Sie mich ein paar Worte zum Gedenken Herzog von Bauffremont, der uns gerade verlassen hat, sagen. Mehr als 60 Jahre lang hat er sich mit Leib und Seele für die legitime Königswürde eingesetzt. Er stand an der Seite meines Grossvaters, dann meines Vaters, und seit 1989 konnte ich noch von seiner in allen Prüfungen unerschütterlichen Treue überzeugen. Er überstand alle Stürme und hielt Kurs. Der Monarchismus schuldet ihm aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes unendlich viel. Ich versichere seinen Kindern und seiner ganzen Familie nochmals meine tiefe Erschütterung, als ich von seiner Erhöhung in den Himmel hörte, jenes Mannes, der sich den Dienst des Herrschers am Menschen nicht ohne an Gott ebenso vorstellen konnte. Er möge in Frieden ruhen und in Ihren Gebeten bedacht bleiben, denn auch Sie beweisen Treue. Noch einmal danke ich Ihnen fuer Ihre Treue, die sich aufs Andenken des märtyrerkönigs gründet und die zunehmende Hoffnung auf die bessere Zukunft unseres Landes. Denn Frankreich ist derzeit wie auch im Jahr 1793 leidend.

Seit Jahren steckt es in einer zermürbenden Krise, die es an sich zweifeln lässt, denn jeden Tag ist es zur Verleugnung seiner selbst aufgerufen. Wie, es soll seine glorreiche Vergangenheit und großartige Geschichte vergessen ? Und sich in Busse üben ? Busse weswegen ?

Wenn wir uns die Regierung Ludwig XVI ansehen, dann hat er allein alle seine Vorgänger in sich vereint. Zur Ehre und Grösse seines Landes, die durch den Vertrag von Paris gefährdet waren, hat er es verstanden, die Macht der Engländer zurückzudrängen, indem er der britischen Krone die amerikanischen Kolonien wegnahm und den modernen Hafen Cherbourg schaffte.

Im Interesse einer « sozialen Gerechtigkeit », eines Terminus, den er erstmals verwendete, empfahl Ludwig XVI eine Reform der Finanzen. Um mit der Zeit zu gehen, gewährte er den Protestanten und Juden die gleichen Rechte. Auf dem Gebiet der Wissenschaft förderte er innovative Forschung, wie Dampfmaschine und Auslandsexpeditionen. Um den « Ausgeschlossenen » die Lebensumstände zu verbessern, unterstützte er die Arbeitsbedingungen der blinden und Taubstummen. Tatsächlich war seine Regierungszeit reich an Neuerungen, und zwar durch das Versprechen, das er bei seiner Krönung gegeben hatte, nämlich sich an den Dekalog zu halten.

Der streng christliche König als ältester Sohn der Kirche hatte das Ziel, das Gemeinwohl und Seelenheil seines Volkes. Dies ist kurz zusammengefasst die Aufgabe des Königs. Ist sie nicht so viel besser als all die wenig glaubwürdigen und überzeugenden Beteuerungen der heutigen Regierenden, die so weit von der Realität entfernt sind ? Das Testament Ludwigs XVI, das nach der Messe wieder gelesen wird, trieft von Wahrheit, einer Wahrheit, die im aktuellen Politsprech fehlt, der weder wahrhaftig noch gerecht ist. Das ganze Testament spiegelt diese seine Bescheidenheit wider, die sich nicht vor den Menschen zu rechtfertigen sucht, sondern vor Gott als Herrscher und Richter. Und nicht an Werten irregeht, sondern im Einklang mit seinem Gewissen lebt.

Damit hätte die Revolution und entstehende Republik gleich mal sträflichst den Wortsinn umgekehrt. Die Freiheit hat die Freiheiten unterdrückt. Diese Gesellschaft von früher, die solidarisch dachte, gab sich schließlich immer mehr allem Egoismus und Individualismus hin, obwohl man ihnen Gleichheit und Brüderlichkeit anempfohlen hatte. Zwei Jahrhunderte nach Ludwig XVI war die Gesellschaft nicht mehr solchen Herausforderungen ausgesetzt, sondern wäre zu erneuern.

Hören wir daher nicht auf, den Märtyrerkönig zu verehren, und ziehen wir auch in unserem Zeitalter daraus die Lehren. Lernen auch wir, Tradition mit Fortschritt zu verbinden. Auf dass unser Handeln sinnstiftend wird, und denken wir wie Ludwig XVI an die Mitmenschen, und dass wir fuer sie Verantwortung tragen, ihnen die Hoffnung wieder zu geben und an die humanitären Werte zu erinnern, die das Zusammenleben beherrschen sollten. Dabei dürfen wir nicht auf unmoderne Art und Weise nostalgisch werden und unwiderbringlich vergangenen Zeiten nachtrauern, sondern müssen vielmehr Herausforderungen der modernen Welt meistern, die viel vom Beispiel dessen, was das franzoesische Koenigreich und seine Errungenschaften darstellen, erwartet. Wenn die Geschichte sich auch nie wiederholen wird, so kann sie doch Lehren erteilen, besonders jetzt zu Jahresanfang sollten wir uns die beiden wichtigsten vor Augen halten, und die wären, der zentrale Wert des Menschenlebens von Geburt bis Lebensende und das Gemeinwohl. Und dazu gehört, dass wir uns jedwede Manipulation und Uebergriffigkeit gegenüber dem natürlichen Leben verbieten. Dass wir dem übertriebenen Individualismus Einhalt gebieten, der die Bedürfnisse des Nächsten nicht berücksichtigt, und sogar ins Gegenteil verkehrt. Mit einem Wort, hören wir auf zu lügen.

Es liegt an jedem von uns, das in unserem täglichen Leben in Familie und Beruf umzusetzen. Die Gesellschaft wird sich nur zum Besseren wandeln, wenn wir unsere Verantwortung wahrnehmen, und als Christen unsrem Taufversprechen treu zu bleiben. Ist das nicht das Symbol des Opfers Ludwigs XVI, wenn noetig unserem Gewissen gemäss nein zu sagen ?

Ausser dieser Neujahrsbotschaft möchte ich Ihnen allen sowie Ihren Familien und Ihren Nächsten ein gutes und gesegnetes Jahr 2020 unter dem Schutz der Heiligen Johanna von Orleans wünschen trotz der sich über uns zusammenbraünden Wolken.

Prinz Ludwig Herzog von Anjou

 
 

07/01/2019

Segenswünsche an das französische Volk von Durchlaucht Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou aus Anlass des Dreikönigsfests

Liebe Landsleute,

Ludwig von Bourbon, dreikönigfest,Euer verzweifelter Aufschrei hat uns zu Jahresende erreicht. Verzweiflung darüber weiter ungehört zu sein, als ob eure Leiden nicht Normen und Regeln überwinden könnten. Als ob euer tägliches Leben nicht mehr zählte. Als ob nur schöne Worte zählten und nicht die Realität.

Dieser Aufschrei darf nicht ungehört bleiben. Zugleich darf man auch nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Natürlich muss man sich in vielen Dingen anpassen, insbesondere im täglichen Leben, aber dies sollte nicht zum Selbstzweck werden und den Blick aufs wesentliche vernebeln. Die Maßnahmen sollten also nicht nur konjunkturabhängig und ausschnittsweise greifen.

Was in Frankreich seit Jahrzehnten fehlt, ist ein für alle gültiges Gesellschaftsmodell. Ein gemeinsames verbindliches Projekt unter Wahrung seiner Souveränität. Ein Projekt das formt und verbindet, ohne eine Gesellschaftsschicht gegenüber anderen zu bevorzugen. Der soziale Ausgleich war immer mehr in Gefahr im Vergleich zu Partikularinteressen, oder gar um Chimären nachzujagen. Wir müssen aufpassen, dass wir die Gemeinschaftsinteressen und unser leidenschaftliches Engagement nicht aufgeben. Das Übel würde noch starker und der Aufschrei in Frankreich zum Verstummen gebracht. Die Geschichte lehrt uns, dass die Franzosen Opfer immer bereitwillig hinnahmen, solange sie der gemeinsamen Sache ienten. Sie lehnen aber alles Unrecht ab.

Die Geschichte wacht aber Gott sei Dank über Frankreich wie eine gute Fee und mahnt uns zu berechtigter Hoffnung. Auch die schlimmsten Katastrophen finden ein Ende, denken wir nur an den hundertjährigen Krieg oder die Glaubenskriege oder militärische Hirngespinste, die die Bestimmung der ältesten Tochter der Kirche aufs Spiel setzten. Das Erwachen erfolgt jedes Mal wenn man sich auf seine Wurzeln besinnt, wenn man die Fundamente aufsucht, die unser teures altes Land mehr als 1000 Jahre ausmachten.

Das Wort 'Werte' wurde in letzter Zeit oft verwendet, man sollte es aber nicht überstrapazieren. Werte finden sich nicht im Verganglichen noch durch Zuteilung noch in Errungenschaften der schwachen menschlichen Natur. Die unsrigen leiten sich großteils aus der Geschichte ab. Diese sind vor allem das griechisch-römische Erbe, das zur Zivilgesellschaft geführt hat, also dem Gemeinschaftsleben Sinn gegeben hat, wobei das Rechtssystem mäßigenden Einfluss hatte. Dieses bedeutsame Erbe lässt uns die Unterschiede untereinander annehmen, damit sich alle unter dem einigenden Dach eines gemeinsamen zukunftsweisenden Projekts wiederfinden, das den Namen trägt : Königtum, Krone, Staat. Jede Generation hat es noch angenommen. Die unsrige hat es Mithilfe und Unterstützung der Familien auf sich genommen.

Das zweite Fundament ist das Christentum, das die Seele Europas und Frankreichs gebildet hat. Es hat zu deren Einheit geführt und deren zivilisatorische Größe begründet, indem jeder einzelne gleich viel zählt. Es hat die Sklaven befreit, die Reichen gemaßigt, die Armen, Kranken und Obdachlosen getröstet und dem Leben Sinn gegeben.

Der Sockel ist noch da. Es liegt an jedem, ihn zum Leben zu erwecken. Damit gibt die Gesellschaft dem Leiden Hoffnung. Das ist es, was ich allen, aber insbesondere den Familien zu Jahresbeginn wünsche. Auf dass der heilige Ludwig und die heilige Johanna von Orleans Frankreich beschützen und den Franzosen die ersehnte und berechtigte Hoffnung bringen, damit unser Land wieder auf die Überholspur kommt.

 

Ludwig von Bourbon Herzog von Anjou

6. Januar 2019

08/12/2018

Pressemitteilung des Prinz Ludwig von Bourbon betreffend die Unruhen durch die Gelbwesten

Louis XX1.JPGLiebe Landsleute

Da sich Woche für Woche die Protestaktionen der "Gelbwesten" in unserem Land abspielen, möchte ich jenen, die da leiden und entrichtet und gedemütigt und beraubt und entmutigen sind, mein Gefühl der Solidarität und des Mitgefühl aussprechen , wenn sie kein anderes Mittel als einmütig gegen ihre Enttäuschung, Angst und Verärgerung aufzustehen wissen. Diese Franzosen sind die schweigend Mehrheit, die seit Jahrzehnten stoll halten und teilweise in Vergessenheit geraten sind. Heute sind es diese Franzosen, die ihren bevorzugten Lebensstil und ihre Würde verteidigen wollen.

Und es ist von grösster Wichtigkeit, ihnen zuzuhören und ihre legitimen Interessen zu berücksichtigen.

Natürlich muss man das Mittel der Gewalt durch gewisse extreme Kreise, die diese Bewegung für Ihre Interessen an einer destabilisierung nutzen wollen, verurteilen. Diese unangebrachte und todbringende Gewalt hat nur zur Folge, dass die eine gerechte Sache nicht beachtet wurde.

An diesem Tag der unbefleckten Empfängnis vertraue ich unser Land Frankreich unserer Lieben Frau, der wahren Königin Frankreichs an.

Auf dass der Liebe Gott unser Land, die älteste Tochter der Kirche Schütze, und den unglücklichen und geplagten und verfolgten Franzosen zu Hilfe kommt, auf dass Er Ihnen Hoffnung und Zuversicht für unser Land gebe, damit es sich wieder erhebe und erneuert in alter Grosse und Friede und Freude ueber sie komme.

Ludwig Herzog von Anjou

8 Dezember 2018

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23/09/2018

Vermittlung des Prinzen Ludwig von Bourbon beim XII. Familienweltkongreß 2018

Herr Präsident,

Eure Heiligkeit,

Eminenz,

Meine Damen und Herren,

liebe Freunde,

 

1944063491.pngZuerst einmal herzlichen Dank dafür, dass Sie mir die Gelegenheit gewähren, gleich zu Beginn dieser internationalen Zusammenkunft zum Thema Familie zu sprechen. Dieses Thema liegt mir und meiner Frau sehr am Herzen. Wir leben in unserer westlich orientierten Gesellschaft an einem Wendepunkt, was die Rolle und den Stellenwert der Familie anbelangt, und sehen uns vor zahlreichen Angriffen auf diese Institution. Indem wir ihr hier Raum geben und sie zur Erneuerung aufrufen, ist dieser internationale Kongress unter dem Vorsitz des Präsidenten von Moldavien und dem Schutz des Patrarchen Kyril und Kardinal Parolin ein Meilenstein.

Man muss sich mit der Art des Widerstands vertraut machen, womit der Angriff auf die traditionelle Familie gegenüber sieht. Er ist vielfach : für eine große Familie offen sein, Gebet, politische, gesellschaftliche oder juristische Aktivitäten und ständige Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die Familien in vielen Ländern Stellung beziehen müssen gegen die zahlreichen heimtückischen Unternehmungen, sie zu schwächen. Kongresse wie dieser tragen dazu bei, Widerstand zu leisten, indem sie den Informationsaustausch erleichtern. Gemeinsam können wir die Herausforderungen und Risiken besser erkennen und über Lösungen nachdenken, wie wir diese Situation am Weg zum Schaden der Gesellschaft, ja sogar der Zivilisation aufhalten und verbessern können.

Die Frage der Verteidigung der Familie ist wichtig und richtig. Die Familie bedeutet Weitergabe des Lebens von Generation zu Generation, und der Angriff darauf bedeutet Sterben. Eines geht einher mit dem anderen, wenn es heutzutage auch viele gibt, die uns vom Weg abbringen wollen wie die Genderideologie oder abartige Maßnahmen, die sich hinter Initialen wie GPA, verbergen, damit man nicht den Schrecken der ausgeschriebenen Worte offenbaren braucht. Hier gibt es keine Zukunft. Im Gegenteil ! Die natürliche Familie zu leugnen bedeutet das Leben verleugnen. Die Vortragenden werden uns davon sprechen.

Indem ich am Anfang des Kongresses spreche, liegt es an mir, die Probleme wie ich sie sehe, anzusprechen, und da gibt es drei Aspekte : Als Chef des Hauses Bourbon und Nachfolger der Könige von Frankreich ; als Oberhaupt der Familie wie auch als engagierter Kämpfer gegen Misstände in der Gesellschaft.

Zuerst einmal bin ich als Chef des Hauses Bourbon Erbe einer Familie, die während mehr als 800 Jahren in Frankreich regiert hat und wie alle Historiker anerkennen, aus einem kleinen Hausstand einen mächtigen Staat gemacht hat, der über Europa hinaus strahlt.

Dieses Werk war nur möglich, weil ganz am Anfang eine Familie, die königliche Familie stand. Wie auch königliche Grundgesetze, die Verfassung der jeweiligen Epoche, die diese Entwicklung ebenso ermöglichten, denen ein Familiengesetz zugrundelag. Für das Allgemeinwohl sah man die Übertragung der königlichen Macht auf den erstgeborenen Sohn vor, was die Stabilität der Macht gewährleistete und die Dynastie im Land absicherte. So war es beim "Wunder der Capets". Familien- wie auch Sozialgesetz, denn sie gründeten sich auf eine natürliche zwischenmenschliche Hierarchie. Wenn nicht alle die gleichen Pflichten hätten, müssten alle aufs Gemeinwohl hinarbeiten. Der Älteste hatte die Pflicht, den Staat aufrechtzuerhalten. was die wichtigste Aufgabe des Königs ist, aber die anderen Mitglieder der Familie leisteten auch ihren jeweiligen Beitrag dazu, da sie zur Familie des Thronfolgers durch Erbrecht gehörten. Wenn nun die Regierung legitim einem Minderjährigen zufällt, so übernimmt meist die Mutter oder ein Onkel diese Rolle auf Zeit; oder man teilt die Macht in verschiedene Funktionen für die Prinzen und Prinzessinnen auf...Diese Art des dynastischen Machterhalts ist immer noch in Gebrauch. In den noch bestehenden königlichen Familien in Europa teilen sich die einzelnen Mitglieder von jung bis alt, von Kindeskind bis Großeltern brüderlich die königlichen Pflichten. Wie könnte man auch durch diese Praxis besser den Willen des Königs und seiner Familie zum gemeinsamen Dienst an der Gesellschaft ausdrücken? Auf diese Weise verkörperte der König als Oberhaupt der Familie die Einheit der Gesellschaft indem sie zum Vorbild der Familien wurden.

Die verbindende Einheit in Frankreich stellte vor allem die Familie dar, von der einfachsten zur königlichen. Weit entfernt davon zum simplen Rechtssubjekt zu verkommen, war der Franzose vor allem ein Untertan, also eine Person mit unverhandelbaren Rechten. Diese Verbindung zwischen Gesellschaft und Oberhaupt fehlt derzeit. Diese organische Verbindung ist wahrscheinlich das wichtigste Element, das die Dynastie, die königliche Familie bilden konnte. Diese Prinzipien wurden seit Ludwig IX dem Großen mit viel Verstand gelebt und angewandt, sodass ihn die Kirche Ende des 13. Jahrhunderts heiliggesprochen hat. Sie haben sich während der Jahrhunderte nicht geändert, denn sie waren in der Gesellschaft sinnstiftend; letztere ist mehr als ein Haufen von Individuen, die sich gewissen Gesetzen und Regeln unterwerfen muss, sondern eine reelle Gemeinschaft, die auf Gedeih und Verderben nach einem gemeinsamen Schicksal strebt. Das ist auch der Grund, warum Frankreich nicht nur nach innen eine politische Erfolgsgeschichte war, sondern vor allem auch ein herzeigbares zivilisatorisches Vorbild. Ich würde noch hinzufügen, sogar heute noch, obwohl unser Land diese bedeutenden Prinzipien manchmal zu vergessen, ja einige sogar zu leugnen scheint. Aber schauen Sie doch, wie stark sich diese Prinzipien trotz Gegenwind und Flut erweisen ! Ich ziehe es also vor, zu behaupten dass sie sich nur im Zustand des Schlafes befinden! Wie auch schon Graf Chambord sagte, kann es Frankreich schon morgen mit jenen aufnehmen, die die Stärke der Zivilisation blieben, die sie ja mittrugen und die auf dem Gemeinwohl beruht. Sie ist die Frucht dieses zweifachen Erbes : des griechisch-römischen und christlichen und hat sich diese Stellung der Menschlichkeit vor allem durch die große Bedeutung, die es der Familie verlieh, verpasst. 

Aber ich möchte noch einen Punkt hervorheben : wenn der Chef des Hauses Bourbon die königliche Familie und deren Werte verkörpert, so ist er doch nur ein Chef der Familie wie Sie alle. Diese Familie, so fühle ich, ist tief im Innern. Diese Familie sind jene die mir vorausgegangen sind und denen ich mein Sosein verdanke. Sehen Sie, es gibt nicht einen Tag, an dem ich nicht an meine Ahnen denke, die mir eine Geschichte die bisweilen über mich hinausreicht, hinterlassen haben, an dem ich nicht an meinen viel zur früh verstorbenen Bruder denke, an dem ich nicht an meinen Vater denke, der gestorben ist, als ich noch sehr jung war, an dem ich nicht an meine Großeltern, meine liebe Großmutter denke, die vor einigen Monaten verstorben ist. Ihnen allen verdanke ich, was ich bin, ein kleines Glied einer großen Kette. Es ist daher abwegig zu glauben, dass man alleinstehender Waise wäre, der alles neu entdecken müsste oder vom Staat zu erwarten hätte. So sehr das unseren Vorfahren widerstrebte, umso mehr muss es den Zeitgenossen tagtäglich in jedem Augenblick widerstreben. Was wäre ich ohne meine Frau, ohne meine lieben Kinder und da zähle ich bereits das vierte hinzu, das wir nun erwarten und bereits ein Familienmitglied ist. Dieser geistige Aspekt ist auf geheimnisvolle Weise in der Familie verankert. Die Familie hat eine eigene Wesenheit, wie auch das Ehepaar mehr als Mann und Frau ist. Daher stört ein Angriff auf die Familie das natürliche Gleichgewicht, und bedeutet einen Riss in der Generationenkette, die es von Anfang an gab und immer geben wird. Diese Dimension der Familie gehört zu ihrem Wesen und sie in Frage zu stellen ist gleichbedeutend mit der Zerstörung des wichtigsten Fundaments der menschlichen Gesellschaft. Wir müssen sie daher verteidigen.
 
Wir sind für diese soziale Zelle verantwortlich, wo es echte Solidarität und Schutz gegen Unsicherheit und Einsamkeit gibt. Dieser Schutz ist mit dem Lebensschutz an und für sich gleichzusetzen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, und darüber hinaus mit der Wertschätzung gegenüber den Toten, also dem Totenkult, der nicht für Machtspielchen herhalten darf, sondern vielmehr zur Wertevermittlung, die nicht bei der Erziehung stehenbleiben sollte.
 
Das muss man also fördern und anwenden trotz des Spielraums, den Fehlinterpretationen der Gesetze da oft ermöglichen. Die Agressoren gegenüber dem traditionellen Familienbild wissen, was sie tun. Indem sie die Familie aufreiben, versuchen sie die ganze Gesellschaft und deren Grundpfeiler zu übernehmen. Von da aus lässt sich die totalitäre Herrschaft durchsetzen. Diese Gefahr ist leider wirklich ganz immanent !
 
Der dritte Punkt meiner Ausführungen ist die soziale Funktion, die jedermann hat. Sie beruht auf den Erfahrungen, die man in der Vergangenheit als einzelner und als Gesellschaft gemacht hat, und die in die Gegenwart hineinwirken. Wenn nun einige den Sozialpakt zu zerstören versuchen, so nehmen sie sich zuerst immer die Familie als Ziel bei ihrem bewaffneten Kampf gegen die Politik vor. Denken Sie nur an den Aufstand der Vendée, wo mehr Frauen und Kinder und oft auf sehr grausame Art und Weise umkamen als Kämpfende. Oder rufen wir uns die Armenier und den Genozid an ihnen in Erinnerung, die ähnlich hingeschlachtet wurden; wie auch noch auf so vielen Orten der Erde, wie wir gerade wieder an den Christen im Orient gesehen haben. Jedes mal kommt die Familie als erstes dran, wenn es um rote, braune oder wie eben jetzt grüne totalitäre Regierungen geht, wegen der Werte die sie repräsentiert, und sie ist die erste, die man auseinanderreißt, um sie zu Kindersoldaten oder Sklavinnen zur Unzucht zu machen. Was das anbelangt, haben die königlichen Familien ein Gutteil selbst erlitten. Denken wir nur an Ludwig XVI, der mit Frau, Sohn und Schwester hingerichtet wurde ; oder an Nikolaus II der mit Frau und Kindern erschossen wurde.
 
Dies zeigt nur, wie sehr die Familie trotz ihrer Anfälligkeit für gewisse Zirkel der Hauptfeind bleibt. Daher ist es unser aller, aber vor allem für Mitarbeiter in der Kirche, in der Gesellschaft, in der Politik, aber auch im Kulturleben, Pflicht, die Familie und damit das Leben zu schützen.
 
Um die Debatte über die Verbindung zwischen königlicher, tradtitioneller, natürlicher und sozialer Familie nun zu schließen, trete ich mit einem Vorschlag an Sie heran: Warum appellieren wir nicht an die UNESCO, das traditionellen Familienbild als Kultur-Erbe einzusetzen; also mit Vater, Mutter, Kindern, wie es sich weltweit bewährt hat. Das wäre eine echte Stärkung der Institution Familie, die sie sehr vorwärtsbringen würde. Würde man sie damit nicht zugleich auch zu einem unersetzlichen Modell und Schatz für morgen machen ?
 
Danke dass Sie mir zugehört haben, und auf dass meine Vorfahre, der heilige König Ludwig, Vater von elf Kindern unsere Familien schütze.
 
Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou
Freitag, am 14. September 2018
 
(übersetzung K.Hoitsch)
 

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31/08/2018

Besuch der königlichen Familie am 15. Juli im Caidos Tal

3288952612.pngPrinz Ludwig Alphons von Bourbon, de jure Ludwig XX, einziger legitimer König Frankreichs gemäß dem königlichen Grundgesetz, ist vor allem ein katholischer König; ein Regent, der die Prinzipien der Monarchie Frankreichs nicht dem politisch Korrekten opfert, und der sich auch sonst Werten verschreibt.
 
Der Fürst hat natürlich die französische Staatsbürgerschaft, aber zugleich die spanische, denn er ist mütterlicherseits Urenkel General (Caudillo=Führer) Francos von Spanien. 
 
Der spanische Bürgerkrieg hat offiziell von 1936 bis 1939 gedauert. Aber man muss auch wissen, dass ab der Proklamation der Zweiten Republik in Spanien im Jahr 1931 gewalttätige Verfolgungen der Geistlichkeit stattgefunden haben (Landpfarrer wurden beim Betreten der Kirche gepfählt, Nonnen geschändet, Plünderungen und Entweihung von religiösen Gegenständen...), einige Abgeordnete scheuten nicht davor zurück, die ganze Geistlichkeit ratzeputz abzuschlachten, lautstark einzufordern. 
 
Im Jahr 1936 hat diese zunehmend schreckliche Verfolgung rein teuflischen Ursprungs durch die Machtergreifung der Volksfront und Ermordung des monarchistischen 46-jährigen Abgeordneten Jose Calvo Sotelo durch die Roten ein jähes Ende gefunden, indem das spanische Militär angemessen reagierte, wie z.B. General Emilio Mola, Francisco Franco und Bahamonde und viele andere. 

3371511979.jpgNach Jahren grausamer Kriegshandlungen und trotz der Unterstützung durch die Sowjets und ihrer Kriegsschiffe im Hafen Barcelonas und internationaler Truppen, kapitulierten die Republikaner unter dem entscheidenden Vorstoß General Francos. Viele flohen nach Frankreich (der große Rückzug). Obwohl es keine gesicherten offiziellen Zahlen gibt, sind wohl 36.000 Priester, Geistliche und Nonnen, Mönche und deren Angehörige während der Greuel und unbeschreiblich grausamer Umstände ihr Leben lassen müssen. 

Man braucht sich nur im heutigen Spanien umzusehen, um das Wüten der 'Roten' bei der Schleifung und Plünderung zahlreicher kirchlicher Gebäude (3.000 Kirchen und Klöster zerstört oder ernsthaft beschädigt). Viele Republikaner-Flüchtlinge in Frankreich prahlten mit der Ermordung von Mönchen, Vergewaltigung von Nonnen, Zerstörung von Kirchen und Klöstern, Überfällen auf Reiche usw. Natürlich waren nicht alle Republikaner Mörder, aber sie waren durch ihre Anführer zur Anwendung von Gewalt angehalten. Papst Johannes-Paul II und Benedikt XVI haben seither mehr als eintausend Geistliche als Märtyrer des Glaubens bis jetzt schon heiliggesprochen. 
 
Die totalitäre Linke versucht heute die Geschichte zu verfälschen und mithilfe der französischen und spanischen staatlichen Presse diese spanischen Emigranten 'im Exil bzw. deren Abkömmlinge in Frankreich, die sich hier einzunisten verstanden, zu rehabilitieren, indem sie Francos Sache und die seiner Truppen im Gegenzug anschwärzen, wo sie nur können
 
Die neue spanische Regierung, die sich aus mehreren Parteien zusammensetzt, Sozialisten und Linksradikalen, verhehlt gar nicht, dass sie die Asche des Generalissimus bei dessen Gedenkstätte im Caidos Tal bei Madrid exhumieren und zerstören oder sogar noch lieber unfauffällig verlegen und dieses benediktinische Kloster erbaut auf dessen Gebeinen schließen lassen will. Das ist zweifellos ein schlauer Versuch, die Spuren der Vergangenheit auszulöschen und die Geschichte neu zu schreiben.
 
Wie könnte man unter solchen Umständen einen natürlichen Abkömmling des General Franco, in diesem Fall unseren Fürst zum Vorwurf machen, dass er sich gegen diese bösartigen antikatholischen Machenschaften zur Wehr setze und das Andenken an den Großvater aufrechterhalte ? Ist es doch im Gegenteil nur anständig und mutig von ihm in Zeiten wie diesen.
 
3670758707.jpgMan reagiert schließlich nur auf die Zurufe von wegen 'basta! basta!' (genug!) mit eindeutigen Gesten gegenüber der linken spanischen Regierung, die mit dem königlichen Besuch am 15. Juli im Caidos-Tal einhergingen, und an die Vertreter der informativen (oder vielmehr desinformativen) Medien gerichtet waren. Diese zwielichtigen Medien veröffentlichten Bilder, wo der Fürst von einer Menge umringt den Arm hebt, was wie ein verzweifelter faschistischer Gruß aussieht, und den Fürst in der öffentlichen Meinung nur schlecht wegkommen lassen kann.
 
General Franco hingegen hat sich im Zweiten Weltkrieg 1940-1945 die Unabhängigkeit bewahrt und niemals der faschistischen Partei angehört. Hinzu kommt noch, dass der Caudillo Franco als aufrechter Christ immer den katholischen Glauben und die Monarchie in Spanien unterstützt hat, trotz des üblen Verrats König Juan-Carlos I.
 
Als Anekdote sei daran erinnert, dass der bezahlte Urlaub in Frankreich die Arbeiter in der Großindustrie zu Hunderttausenden unter Franco unbeschwerte Ferien genießen konnten, ohne jedweden Druck und vollkommen frei. Aber wieviele kennen noch die Geschichte um eine solche Maßnahme bezeugen zu können? Der Prinz von Anjou hat seinen kleinlichen Feinden folgendes zu sagen: 'Wir verteidigen das Caidos Denkmal, da es eine christliches ist...' Welcher Bischof, welcher Priester wagt es heute noch in der Öffentlichkeit, das Wort gegen gottlose Kriegslüsternheit zu erheben? Fallen wir also nicht der Verführung zum Opfer, der freimaurerischen Presse und sogar einigen Monarchistenzirkeln nachzugeben, Zweifel zu säen und unseren Fürst alleinzulassen. Sondern vereinigen wir uns stattdessen umso mehr und sprechen wir ihm in der Öffentlichkeit Anerkennung für seine mutige, ja heldenhafte Vorgangsweise aus, in einer Welt die den Kompass, den einzigen wahren Kompass, der da ist Unser Herr Jesus Christus, aus den Augen verloren hat.
 
Charles LUCAIN

25/03/2018

Hinscheiden von Arnaud Beltrame : Nachruf des Priesters der ihn bis zum Tod begleitete

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Hommage. Oberstleutnant Arnaud Beltrame war Katholik. Er bereitete sich mit seiner Verlobten Marielle auf das Ehesakrament aus den Händen Pater Jean-Baptistes, eines regulären marianischen Domherren der Abtei von Lagrasse vor. Dieser ist wenige Tage vor dessen Tod am Freitagabend mit Marielle das Sakrament der Krankenölung und des apostlischen Segens im Angesicht des Todes erteilen gegangen. Er sprach dann lange mit der Verlobten, bevor er ihm die Kommunion gab. Er übergibt einen Text, in dem er demjenigen huldigt, dessen heroischen Tugendakt heute ganz Frankreich feiert.

ARNAUD BELTRAME : EIN CHRISTLICHER HEROISCHER OFFIZIER, DER SEIN LEBEN HINGEGEBEN HAT, UM ANDERE ZU RETTEN.

Zeugnis eines Domherrn der Abtei von Lagrasse (Aude) an dessen Todestag, dem 24. März 2018.

Ich traf Oberstleutnant Arnaud Beltrame und Marielle zufällig anlässlich eines Besuchs in unserer Abtei, einem historischen Denkmal nach deren standesamtlicher Eheschließung am 27. August 2016. Wir mochten uns gleich und sie baten mich, sie auf die kirchliche Hochzeit am 9. Juni nächsten Jahres in der Nähe von Vannes vorzubereiten. Wir haben also fast zwei Jahre lang an den Grundlagen des Ehelebens gearbeitet. Ich hatte ihr Zuhause am 16. Dezember gesegnet und wir schlossen gerade den kanonischen Ehe-Akt. Die sehr schöne Absichtserkärung Arnauds erreichte mich vier Tage vor seinem Heldentod.

Dieses junge Paar kam regelmäßig in die Abtei, um an Messen, Gottesdiensten und Unterweisungen teilzunehmen, besonders im Rahmen des Vereins Unserer Lieben Frau von Kanaa. Sie gehörten zur Gruppe von Narbonne. Erst letzten Sonntag waren sie wieder hier.

Intelligent, sportlich, redselig und lebhaft wie Arnaud war, sprach er gerne über seine Bekehrung. Er war in eine Familie mit wenig religiöser Praxis geboren, und erlebte 2008, also mit fast 33 Jahren eine echte Bekehrung. Er erhält die Erstkommunion und nach zwei Jahren Katechumenat die Firmung. Das war 2010.

Nach einer Pilgerreise nach Sainte-Anne d'Auray im Jahr 2015, wo er die Jungfrau Maria darum bat, die Frau seines Lebens kennenzulernen, geht er mit Marielle, einer still und tief Gläubigen eine Verbindung ein. Die Verlobung feiern sie Ostern 2016 in der Abtei von Timadeuc in der Bretagne.

Er begeistert sich für die Gendarmerie wie auch für Frankreich, seine Größe, Geschichte und christlichen Wurzeln, die er mit seiner Bekehrung wiederentdeckte. Als er sich an den Ort der Geiselhaft begibt, war er wohl von der Leidenschaft als heldenmutiger Polizist getrieben, denn für ihn bedeutet dies Berufung zum Beschützen. Ihm ist aber das ungeheurliche Risiko, das er eingeht, bewusst.

Er weiß aber auch um das kirchliche Eheversprechen, das er Marielle gegeben hat, die zivilrechtlich bereits seine Frau ist, und die er zärtlich liebt, wovon ich Zeuge wurde. Darf er also ein solches Risiko eingehen? Mir scheint, dass nur sein Glaube den Wahnsinn dieses Opfers, das heute Gegenstand unser aller Bewunderung ist, erklären kann. Er war sich dessen bewusst, dass Jesus uns sagt: "Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh 15, 13) Es war ihm bewusst, wenn sein Leben Marielle gehörte, dann auch Gott, Frankreich, seinen Brüdern in Todesgefahr. Ich meine, dass nur ein christlicher Glaube von Nächstenliebe beseelt ihm dieses übermenschliche Opfer abverlangen konnte.

290435552.jpgIch war gestern Abend gegen 21 Uhr im Krankenhaus in Carcassonne. Die Gendarmen und die Ärzte und Krankenschwestern gaben mit bemerkenswertem Feingefühl den Weg frei. Ich konnte ihm das Krankensakrament spenden und den apostolischen Segen im Angesicht des Todes erteilen. Marielle sprach zwischendurch diese schönen liturgischen Formeln. Wir hatten den Passionsfreitag, unmittelbar vor der Karwoche.

Ich hatte gerade die Novene und den Kreuzweg für ihn gebetet. Ich fragte das Pflegepersonal, ob er eine marianische Medaille haben könne, die der Rue du Bac von Paris, ganz in der Nähe.

Umsichtig und geschickt legt sie ihm eine Krankenschwester auf die Schulter. Ich konnte ihn nicht mehr verheiraten, wie auch ein Zeitungsartikel recht unpassend vermerkt hat, weil er bewusstlos war. Arnaud wird keine eigenen Kinder haben. Aber sein beispielhaftes Heldentum wird viele Nachahmer dazu verleiten, sich für Frankreich und gelebtes Christentum bereitwillig hinzugeben.

 

Ürsprungliche Text auf französich : HIER

Übersetzung : K.Hoitsch und F.Reny

Ehrung des Prinzen Louis von Bourbon, Herzog von Anjou, für Oberstleutnant Arnaud Beltrame.

3892161942.jpgFranzosen, meine lieben Landsleute

Mit großer Trauer habe ich von den sehr schlimmen Ereignissen erfahren, die sich gestern in Trèbes in der Aude abgespielt haben.

Ich verneige mich vor dem überaus goßen Schmerz der Familien und Angehörigen der unschuldigen Opfer, die erneut im Namen einer barbarischen Ideologie getötet oder verwundet wurden. Ich ermesse auch die tiefe innere Bewegtheit des französischen Volkes.

Mit Inbrunst, aber auch mit Stolz und Dankbarkeit würdige ich das heldenhafte Opfer des Oberstleutnants der Gendarmerie, Arnaud Beltrame, der wissentlich sein Leben gab, um diese Geisel aus den Händen des islamistischen Terroristen zu erretten. Sein Name wird uns als ein großartiges Vorbild für Heldentum, Mut und Selbstverleugnung in Erinnerung bleiben.

Möge seine Seele in Frieden ruhen. Möge sein Opfer uns das Beispiel zeigen, dem wir folgen sollen : das Beispiel der Zivilisation und nicht der Barbarei, das Beispiel der Goßzügigkeit und nicht des Hasses, das Beispiel der menschlichen Größe und nicht der Niedertracht, das Beispiel der Berufung und nicht der Kapitulation, das Beispiel des Mutes und nicht des Aufgebens.

Die Opfer, besonders die Verwundeten, die an Leib und Seele leiden, sollen wissen, dass ich und meine Frau, Prinzessin Marguerite, sie in unsere Gebete einschließen.

Möge Gott Frankreich schützen, möge Gott Frankreich beistehen !

 

Ludwig, Herzog von Anjou 24. März 2018

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ürsprungliche Text auf französich : HIER