Ok

En poursuivant votre navigation sur ce site, vous acceptez l'utilisation de cookies. Ces derniers assurent le bon fonctionnement de nos services. En savoir plus.

17/05/2017

Nationalisten und Katholiken (Civitas) vereinigen sich in Johanna von Orleans Gefolgschaft !

jeanne2017-defile2-768x512.jpgDas ist der Titel dieses Presseartikels (HIER anklicken). Wie jedes Jahr hat Civitas die nunmehr zur Tradition gewordene Prozession zu Johanna von Orleans Gedenken veranstaltet. Diesmal gemeinsam mit anderen Gesellschaften neueren und weit hergeholten Ursprungs, wie der Partei Frankreichs oder den Johanna von Orleans-Komités, die die von Le Pen und ihrer Bewegung Enttäuschten auffangen, wenn sich deren Niedergang auch voraussagen lässt.

Nach der kurzen Ansprache über die Persönlichkeit Johanna von Orleans durch Herrn Escada, wobei wie üblich die Person des Königs von Frankreich und die Krönung, die ja das eigentliche Thema dieses Epos war, vernachlässigt wurde, beeilte sich die Civitas-Partei, an die nächsten anstehenden Wahlen zu erinnern...

Es war also eine Ansprache voller Widersprüche, wo man zur Teilnahme an einem System, woran man nicht glaubt, aufruft.

Reny-F

25/04/2017

Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit Prinz Ludwig von Bourbon

Seine königliche Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou und Chef des Hauses von Bourbon besucht in Begleitung seiner Gemahlin, ihrer königlichen Hoheit Maria Margarita Herzogin von Anjou den Moskauer Kreml wo sie heute, am 25. April die Ausstellung über seinen Vorfahren den heiligen Ludwig anlässlich seines Geburtstags im Jahr 1214 und zugleich seines eigenen im Jahr 1974 ansehen, die vom russischen Kulturministerium organisiert wurde.

Alles Gute und Gottes Segen zu Ihrem Geburtstag Sire ! Vivat rex in aeternum !

17990974_737303276448969_4647866907020767734_n.jpg

18118547_737303343115629_5523810480915475418_n.jpg

14/04/2017

Gemeinwohl, Autorität und Frieden.

pog_thomas_aquinas.jpg« Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein ». Lukas 11,17

Das ist ein Text aus der Heiligen Schrift, den ich zur heutigen Reflexion vorschlage, aus Anlass der Karwoche. Er ist sehr alt, aber sehr interessant, denn er ist zeitlos; und außerdem zu jeder Zeit anwendbar.

Man muss « Reich » sehr allgemein verstehen und nicht notwendigerweise auf das ehemalige Frankreich und dessen Einrichtungen anzuwenden (wie man immer wieder fälschlich behauptet). Das Reich kann sich auf ein Land beziehen, aber auch auf ein Unternehmen, Körperschaften wie sie früher vorkamen, wie ein Verein oder die kleinste Einheit, die Familie. Die Familie ist ein kleines Reich auf kleiner Fläche, die es zu bewahren gilt.

Was uns also interessiert, und was sich der « Spaltung » widersetzt ist die « Einheit. » Wohin müssen wir uns also wenden, um Bruch und Auflösung zu verhindern, die ein Reich (ein Haus) durch Spaltung zu zerstören drohen.

Es ist unmöglich, dieses Rätsel zulösen, wenn man nicht die Verwirklichung des Gemeinwohls im Auge hat. Es handelt sich um einen christlichen und katholischen Begriff, den der heilige Thomas von Aquin sehr gut erklärt hat. Was ist also das Gemeinwohl ? Wie kann man das Gemeinwohl finden, und wie kann man konkret fürs Gemeinwohl wirken ? Es handelt sich hier wirklich um Grundbegriffe für alle jene, die im Sinne des Wohls für die Gesellschaft und einer Gemeinde handeln wollen.

Wenn wir uns beispielsweise im Vergleich eine Fußballmannschaft ansehen : wir sehen, dass wir für die Erlangung des Gemeinwohls einen Sieg erreichen müssen. Die Spieler müssen also jeder an seinem Platz gleichen Sinnes sein. Und ganz zuoberst muss es zwecks Koordination ihres Einsatzes gemäß Fähigkeit einen Direktor geben, der die Autorität ist. (Man stelle sich einen Kapitän oder auch Trainer vor.) Wir sehen daher, dass alle an einem Strang ziehen, die das Gemeinwohl herbeiführt, und die schließlich zum Sieg führt. Keiner von ihnen macht das Gemeinwohl aus, sondern alle tragen dazu bei. Gibt es dieses Einheit und Autorität zum idealen Zusammenspiel nicht, dann wird es für diese Mannschaft auch keinen Sieg geben, sondern nur die Niederlage. Man kann noch ein Beispiel anführen : jenes eines Orchesters. Die Musiker spielen gemeinsam unter dem Dirigat eines Orchesterleiters. Es ist der ergänzende Beitrag jedes einzelnen, der das Gemeinwohl, nämlich die Musik hervorbringt.

Wenn wir dieses natürliche Prinzip nun auf die Gesellschaft oder Gemeinde anwenden, sehen wir, dass die Menschen ebenso ein natürliches Gemeinwohl haben, etwas das von der Einheit ausgeht und darauf gründet. Frankreich beginnt um 496 herum, mit der Taufe Clovis (dem König eines kleinen Volkes, den Franken, die später zu Franzosen werden). Von da an haben wir, was Frankreich ausmacht und den Franzosen GEMEIN ist : die katholische Monarchie. Das ist die einende Kraft dieses Volkes, seiner Provinzen und seiner Familien. Das ist es, was unser Land auf der ganzen Welt während all dieser Jahrhunderte groß und reich macht. Entfernt man sich jedoch von diesem Gemeinwohl, dann vernichtet man auch die natürliche Autorität, dann fordert man Spaltung, was zu mehr Spannungen und schließlich Unordnung führt.

Die Republik aus der Revolution hervorgegangen lässt politische Parteien entstehen, die nichts als künstliche Vereine mit künstlichen Programmen, die ohnehin nie Anwendung finden (außer zum Schlechteren !), sind und sucht die Gemeinsamkeiten der Franzosen zu zerstören. Man sieht es bei jeder Wahl, dass sie die Leute durch die Parteienränke spaltet. Die Kandidaten sind nicht dem Gemeinwohl verpflichtet, sondern suchen nur das eigene (das im Wahlsieg an einem einzigen Abend besteht, also die vergängliche Präsidentschaft während 5 Jahren scheinhalber übertragen zu bekommen...) Man sieht auch an den modernen Einrichtungen, dass deren Vertreter nicht das Gemeinwohl, sondern das eigene suchen. Man sieht es auch an allen « Anliegen » der Menschen, die aufkommen und auf sie abstoßend wirken. Aber so ergeht es auch den Diktaturen von heute, wie sie aus den Urnen hervorgehen (Hitler, Stalin usw...) , dass sich die Dinge immer mehr verschlimmern, und das Joch des Atheismus immer schwerer wiegt.

Wozu also ? Das ist leicht zu beantworten, wenn der Inhaber der Macht die Massen nicht zum Gemeinwohl zu bringen versteht, sondern es ihnen oder einem Teil davon entwendet, um es an sich zu reißen. Was ist die Folge einer solchen Bewegung, die sich an einer einzigen Person (dem Parteiführer) festbeißt ? Erreicht der Führer nicht das Gemeinwohl, dann führt das zum Krieg, das ist nur logisch...

Die Demokratie führt notwendigerweise regelmäßig zum heutigen Zustand. in dem wir leben, von der Anarchie zur Diktatur, von der Diktatur zur Anarchie, ohne jemals zum wahren Gemeinwohl zu finden.

Reny_F

06/04/2017

Vaucouleurs

jeanne.JPGAm 13 Mai 1428 tauchte die damals 16-jährige Jeanne mit ihrem Begleiter Durant Laxart erstmals in Vaucouleurs auf, einer zwischen den Herzogtümern von Bar und Lothringen gelegen Enklave des französischen Königreichs. Dort tobte damals der 100-jährige Krieg (1337-1453), der das Land in zwei Lager spaltete : Burgunder und Engländer beherrschten den Norden, Osten und Westen das Landes, dem französichen Thronfolger verblieb nur der Süden und einige über das Land verstreute Städte, darunter Vaucouleurs.

Angesichts der militärischen Lage hatte der Festungkommandant Robert de Baudricourt also durchaus andere Sorgen, als sich um ein scheinbar grösswahnsinniges Mädchen aus dem Nachbardorf zu kümmern, das Frankreich retten wollte... So schickte er Jeanne - durchaus verständlich - kuzerhand wieder nach Hause und empfahl ihrem Vater, ihr ein paar Ohrfeigen zu verpassen. Doch so leicht liess sie sich nicht abschütteln. Noch zweimal kehrte Jeanne zurück und überzeugte nach und nach nicht nur viele Bewohner der Stadt, sondern auch Robert de Baudricourt von ihrer himmlischen Mission.

image.png

29/03/2017

Die Lilie ist das Emblem des Wortes, das Fleisch geworden ist

lys.jpgJesus Christus hat Sein « persönliches Emblem » dem König von Frankreich anvertraut, um zu zeigen, dass dieser in Seinem Namen und Seiner Verantwortung regiert.

Sehen wir uns das Symbolhafte an der Lilie näher an. Das fleischgewordene Wort ist eine göttliche Person, die einerseits aus einer göttlichen und andererseits einer menschlichen Natur besteht, jener aus Geist und Körper. In der Mitte ist ein starres nach oben gerichtetes Stück, die die göttliche Natur unseres Herrn darstellt, die sich deutlich von allem abhebt. Man kann sagen, dass es die Festigkeit im Glauben symbolisiert. Die Seitenteile liegen ebenerdig und bedeuten einerseits Vorsicht bei den verstandesmäßigen Entscheidungen und andererseits Barmherzigkeit bei der Ausführung der Werke. Der Ring, der die drei Stücke umfasst, ist der Körper unseres Herrn Jesus Christus, der Geist und Göttlichkeit verstärkt. Zusammenfassend kann man sagen, dass man fest im Glauben und vorsichtig im Rat erteilen und barmherzig in den Werken sein soll.

Will heißen, dass Jesus Christus durch den Engel bei der Abtei Joye-en-Val dem König von Frankreich Sein persönliches Emblem anvertraut hat.

17392118_1882618112014999_325547626_n.jpg

 

17/03/2017

Pfarrer Georg von Nantes

Abbe-de-Nantes_defenseur-foi.jpg

Geboren am 3. April 1924 in Toulon in eine Marineofffiziersfamilie monarchistisch-katholischer Gesinnung.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils legt er eine zunehmend entschiedene oppositionelle Haltung an den Tag, und begründet dies mit dem « unheilvollen Geist » in dem das Konzil und dessen Pläne steht. Nach Veröffentlichung der Enzyklika Ecclesiam suam gibt er am 6. August 1964 eine dogmatische, moralische und pastorale Kritik zu « Menschenkult », « ökumenischen Dialog » und « Kirchenreform » wie von Paul VI. empfohlen, heraus. Darauf trifft ihn wegen seiner Kritik am 25. August 1966 die Enthebung seiner Ämter (suspensio a divinis). Er fordert und erhält darauf der Erlaubnis, dass all seine Schriften einer Beurteilung durch das Heilige Offizium unterzogen werden. Dieser Prozess findet 1968 in Rom statt. Obwohl man ihm keinen Vorwurf hinsichtlich eines Irrtums der Lehre machen kann, verlangt man von ihm den allgemeinen Rückzug in seiner Kritik gegenüber Papst Paul VI und dem Konzil sowie eine bedingungs- und grenzenlose Unterwerfung unter jedwede kirchliche Autorität. Er weigert sich, diesen Text zu unterzeichnen, was ihm ein Jahr darauf, am 10. August 1969 das Verdikt « ungeeignet » in einer Presseerklärung des Heiligen Offiziums einbringt. Der Prozess ist jedoch nicht abgeschlossen, da eine kirchenrechtliche Entscheidung dazu bis heute fehlt. Er verfasst 1973 eine Anklageschrift gegen Papst Paul VI. wegen Häresie, Schisma und Anstoßerregung. Seinen Widerstand gegen Neuheiten und Veränderungen durch angebliche Kirchenreform gab er niemals auf.

crc03.jpgIm Jahr 1993 prangerte er auch den angeblichen « Katechismus der katholischen Kirche » an. Die elf Haupthäresien werden hier offenbart und aufgezeigt. Derart hat der Pfarrer von Nantes zeitlebens als Zeuge der Wahrheit und Richter über die unfehlbare Glaubenslehre der Kirche als mahnender Rufer gewirkt und als Gegenleistung nichts als Enthebung, Verbote und Eignungsabsprechung bekommen ; im Grunde jedoch niemals eine Antwort. Sein Kampf ist ein großer Schrei des Glaubens und der Liebe zur römisch-katholischen Kirche. Vermählt mit Christus und in Mutterschaft zu den Erwählten ergeht ein unablässig wiederholter Ruf an Ihren Obersten, den Höchstrichter über Lebende und Tote, der versprochen hat, dass die Pforten der Hölle sie niemals überwältigen werden.

Im Dezember 2000 entschließt sich der Pfarrer von Nantes, aufgrund seines Glaubens an das triumphierende Unbefleckte Herz Mariens den Titel « katholische Gegen-Reform im 20. Jahrhundert » auf seiner Monatsschrift aufzugeben, und dafür den Titel Auferstehung einzusetzen, dann schließlich : Er ist auferstanden ! In seinen letzten Lebensjahren, von Krankheit gezeichnet, nimmt er die Prüfung des allmählichen totalen Verfalls mit unnachahmlicher Demut hin. Was ihn wirklich bedrückt und hauptsächlich belastet ist der « Niedergang der Kirche », wie er es selbst ausdrückt.

Zum Opfer für das Heil der Kirche geworden nach einem lebenslangen täglichen unglaublich kraftvollen Einsatz gegen die allseitige Verfolgung haucht er sein Leben bereitwillig im Kampf und an Ihrem Dienst zur Erhöhung der Kirche aus. Am 15. Februar 2010 kehrt die Seele des Pfarrers Georg von Nantes friedlich zu seinem Schöpfer zurück.

16/03/2017

Gebet für die Seligsprechung der Dienerin Gottes, Zita Bourbon-Parma.

Gebet für die Seligsprechung der Dienerin Gottes, Zita Bourbon-Parma, Geburtstag: 14. März, verehelicht mit Sel. Karl I. von Habsburg-Lothringen, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, Königin von Böhmen, Prinzessin von Parma.

venerable-zita-de-bourbon-parme.jpg

Der Seligsprechungsprozess wurde am 10. Dezember 2009 in der Diözese Le Mans eröffnet, wo sich die Benediktinerabtei St. Peter zu Solesmes befindet, wo die Kaiserin und Königin Oblatin und oft aufhältig war.

Gebet um deren Fürsprache zur Seligsprechung :

Gott, unser Vater, Du hast durch die Sendung Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, die Welt erlöst.
Er, der König, hat sich zum Diener gemacht und Sein Leben für die vielen hingegeben, und wurde von Dir gepriesen.
Gib, dass Deine Dienerin Zita, Kaiserin und Königin nunmehr zu den Altären Deiner Kirche erhoben wird.
An ihr haben wir ein bewundernswertes Beispiel des Glaubens und der Hoffnung in der Prüfung sowie des unerschütterlichen Vertrauens in Deine göttliche Vorsehung.

Wir bitten Dich, dass Zita mit ihrem Gemahl, dem Seligen Kaiser Karl zum Vorbild der ehelichen Liebe und Treue für Eheleute und Lehrherrn der christlichen Erziehung für Familien, auf dass sie für alle ein Beispiel der dienenden Nächstenliebe werde; sie, die in allen Umständen ihr Herz gegenüber allen, insbesonders den Ärmsten öffnete.

Auf ihre Fürbitte erhör unser Gebet (Gebetsanliegen hier aussprechen).
Wir bitten Dich erhöre uns.


Amen.


Pater noster, 2 Ave Maria, Gloria Patri

Yves Le Saux, Bischof von Le Mans
9. Juli 2009

20/02/2017

Von der offiziellen Religion zur « französischen » Republik.

XVM9ffc01b8-9785-11e5-82e2-6c5b28f232d9.jpg

1905 Zwang zur Säkularisierung durch Enteignung und Sabotage gegenüber der Kirche

Obwohl es in Frankreich Artikel 2 des Gesetzes « zur Trennung von Kirche und Staat » gibt, gibt es ebenso auch eine Staatsreligion, also eine staatlich verordnete Pflicht zu einer Religion, die staatlich anerkannt, entlohnt und subventioniert wird, und die die Huldigung der Republik und ihrer Werte ist.

Diese Religion hat ihre « Mysterien » : die « Werte der Republik » sind niemals wirklich expliziert, aber immerzu hinter einer dichten Wolke von Beweihräucherung durch die Bürger gepriesen und gefeiert.

Diese Religion hat ihre « Dogmen », auf denen man keine kritische Studie stützen (im rechten Sinne dieses Wortes), und über die man keinerlei Zweifel äußern darf, will man nicht schwere Strafen auf sich ziehen.

Diese Religion hat ihre « Geistlichkeit », die mit der Belehrung über und Beförderung des Kults befasst ist. Hier kann man unterscheiden zwischen : a) säkulare ‚niedrige Geistlichkeit » (die man vor allem im « staatlichen Erziehungswesen » findet : Lehrer und Beamte die mehr oder weniger die Vorgaben der Ministerien umsetzen), b) geregelte « niedrige Geistlichkeit » (Freimaurer niedriger Grade, gesellschaftliche Mitglieder der Geisteswissenschaften – mehr oder weniger geheim, mehr oder weniger Eliten - wohltätig innerhalb gewisser humanitärer Vereine) und vor allem c) deren « hohe Geistlichkeit » : geschlossene Gesellschaftsschicht, an die man nicht durch persönlichen Verdienst herankommt, sondern durch ein hochkompliziertes Räderwerk der Wissenden, die über die Gesinnungsgenossenschaft, Interessenskonflikte, Aufnahme, Bestechung und Erpressung mit einer entschiedenen Ideologiesetzung entscheidet : Kaste der hohen Brückenbauer, die nur selten zum Vorschein kommt, denn man zieht es vor, im Zwielicht zu bleiben…

Diese Religion hat ihre « Inquisition », also ihren Gesinnungsgeheimdienst, dessen ambitionierte Agenten normalerweise in der Judikatur, Presse, im Erziehungswesen, öffentlichen Dienst, sogar der Kirche usw. verstreut sind… Jene Inquisition in der schwarzen Legende über Torquemada ist im Vergleich zu dieser dazu ein Märchen aus dem Kindergarten. Diese Inquisition lässt dich normalerweise nicht auf dem Marktplatz verbrennen, sondern sie betreibt den unwiderruflichen Rufmord, nachdem man Sie den Medien zum Fraß vorgeworfen hat.

Diese Religion hat ihre « Exkommunikationen »: werimmer sich nicht streng an die Dogmen hält oder von der republikanischen Orthodoxie abweicht, findet sich sehr bald aus der Gesellschaft verbannt, an den Rand gedrängt, « verdammt ».

Diese Religion hat ihre « Liturgie », vorgefertigt, aus Wahlkämpfen bestehend, republikanischen Debatten, heiligen Ritualen rund um die Wahlkabine und –urne, Kandidatenaufstellung, « Bürgerbewegungen », bei denen man besser mitmacht (die anlässlich gewisser Daten: 14. Juli, 8. Mai, 11. November usw. stattfinden oder beweglichen wie zu gewissendramatischen Anlässen, die die Menschen berühren) von ‚laizistischen Prozessionen‘, wie man die Demonstrationen auf der Straße nennt, bis zu ‚laizistischen Kanonisationen‘, wie man die « Erhebung in den Pantheon » nennt, vom Baumpflanzen oder Enthüllung von Gedenktafeln usw…

Diese Religion hat ihre « Konzile » und « Synoden », die man auch « Bürgerbewegungen », « Generalmobilisierung » von Grätzl, ordentliche oder außerordentliche im Parlament, Kongresssitzungen (die sich in Versailles abspielen) nennt.

Diese Religion hat ihre « Propheten », ihre « Heiligen » und ihre « Märtyrer », deren Beispiel man vor Kindern und Jugendlichen in lichte Höhen erhebt und denen man nicht nur Altäre, sondern auch öffentliche Denkmäler und Straßen weiht : Jean Moulin, Voltaire, Louise Michel, Jean Jaurès, Marie Curie, Victor Hugo, Lucie Aubrac…

Diese Religion hat ihre « Reliquien » und ihre « Weihegegenstände », auf die sich die Verehrung konzentriert, und die man nicht entweihen darf : Trikolore Fahne, Büste der « Marianne », Julisäule am Platz der Bastille und andere Freiheitsfetische…

Diese Religion hat ihre « heiligen Höhlen », wo zeitgenössische Pythen weissagen und damit unfehlbare Orakelsprüche fällen, an die sich die Republik gläubig zu halten hat : das bekannteste okkulte und pseudomystische Heiligtum ist der Sitz des Grand Orienet in Paris, in der rue Cadet, aber es gibt noch ein paar, ganz diskret, ja sogar geheim…

Muss man das noch weiter ausführen ?

Zeigen all diese Ausführungen nicht aufs anschaulichste, dass die Republik eine Art Gegen-Kirche ist ?
Sie ahmt und äfft alles nach, was der einen Offenbarungsreligion angehört, um sich an deren angestammten Platz zu stellen.

Diese Ersatz-religion – eine säkulare, laizistische Religion – die den Katholizismus auszuhebeln versucht, kann doch allem Anschein nach nur ein Abgott sein, « des Widersachers und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, als sei er Gott » (2. Brief an die Thessalonicher II, 4) : Satan, der wahre Verführer und Meister der « französischen » Republik.

Wallfahrt Seiner Königlichen Hoheit des Prinz von Bourbon zum Franziskanerkloster in Castagnavizza und Abgabe einer offiziellen Erklärung zum Grab Königs Karl X.

Am Samstag, den 18. Feber 2017 unternahm Seine Königliche Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou, eine Wallfahrt nach Castagnavizza (Kostanjevica) in die Krypta, wo die sterblichen Überreste drei seiner Vorgänger ruhen : Seine Königliche Hoheit Karl X, Ludwig XIX und Heinrich V wie auch die Ehefrauen der zwei letzten, die Königinnen Marie-Therese (Marie-Theres-Charlotte von Frankreich, Tochter des Ludwig XVI und Marie-Therese von Modena « Gräfin Chambord ») und die Prinzessin Louise von Artois, Herzogin von Parma und Piacenza.


Bei dieser Gelegenheit veröffentlichte der Herzog von Anjou in seiner Eigenschaft als Chef des Hauses eine feierliche Erklärung als Antwort auf die Versuche, die Leichname der Bourbonen jetzt wieder nach Frankreich zu verbringen.

e27ddc2c4d6d0295f8d3.png


Hier ist also der Text vom 19., Feber aus seinem Sekretariat :


Erklärung Seiner Königlichen Hoheit Ludwigs von Bourbon, de jure König Ludwig XX zur Grabstätte des Königs Karl X.
Wir gedenken hier versammelt an seinem Grab des 180. Sterbetags König Karls X, der am 6. November 1836 in Görz starb.


373d621cf4758304f3bd.png« Der letzte legitime König von Frankreich ist im Exil gestorben und ruht im Franziskanerkloster in Castagnavizza in Slowenien in einer Krypta, die die sterblichen Überreste der Bourbonen aufgenommen hat, in einer Region die einst zu Österreich-Ungarn gehörte.


Einige Male schon kam die Frage auf, ob man die sterblichen Überreste des Königs nach Frankreich überstellen solle, um sie in der Nekropole von St. Denis beizusetzen, wo fast alle König ruhen.


Mein Vater, Prinz Alfons, Herzog von Anjou und Cadix hat sie aufgeworfen, als er 1986 nach Görz kam, und sich dabei auf einige religiöse und politische Autoritäten berufen. Der Zugang war also ein anderer, zumal damals noch der Eiserne Vorhang existierte, der das Exil in Jugoslawien mit zusätzlichen Schwierigkeiten verband.
Mit dem Jahr 1989 kamen noch zwei Veränderungen hinzu. Zuerst einmal mit dem Ableben meines Vaters wurde ich zum neuen Chef des Hauses Bourbon und war dabei kaum 15 Jahre alt. Die Frage Karl X war daher nicht eine der vordringlichsten. Dann fiel die Mauer in Berlin, dann wurde Slowenien unabhängig und trat später der Europäischen Gemeinschaft bei, was die politische Landschaft einigermaßen veränderte. Da gab es keine Frage mehr, ob man die sterblichen Überreste überstellen soll, denn sie waren für alle Interessierten zugänglich.

Seit einiger Zeit stehen neuerlich solche Bestrebungen, zweifellos mit guter Intention zur Debatte; auch außerhalb der Familie Bourbon wie auch einiger Familienmitglieder mit individuellen Interessen.
Als Ältester und Chef des Hauses Bourbon scheint mir eine vorsichtig-abwartende Haltung dazu angeraten, denn die Frage der Überstellung wurde nicht ganz durchdacht; insbesonders zwei Dinge blieben unberücksichtigt: das Franziskanerkloster das seit 180 Jahren die sterblichen Überreste der Bourbonen aufbewahrt und hütet, andererseits die Städte Neu-Görz und Görz, die gleich lange die mit Frankreich gemeinsame Geschichte treu auf ihren Schultern tragen.
Das mindeste was wir tun können ist, allen Involvierten mit Rücksichtnahme zu begegnen. Meine Reise ist also eine solche Begegnung.


c3295eb9a08356e80c0a.pngOhne präjudizieren zu können oder zu wollen, sprechen derzeit drei Argumente gegen eine Rückkehr der Asche Karls X nach Frankreich :
1. Ein historisches: Karl X ist 1836 im Exil gestorben, und die Regierung an der Macht hat keinen Versuch unternommen, seine sterblichen Überreste zurückzuholen, sondern wollte im Dezember 1840 vielmehr jene von Napoleon I…
Daher wäre eine solche Überstellung auch kein Zeichen der Versöhnung; hätte von da her auch keinen Sinn.
Die Wiedereinverleibung eines königlichen Herrschers ist ein Staatsakt, und nicht nur eine schöne Gedenkveranstaltung. Hinzu kommt, dass die Rückholung eines Herrschers ein öffentlicher Akt ist, der das Land vor enorme Herausforderungen stellt. Der Leichnam braucht Begleitschutz durch die Armee, die Regierungsvertreter müssen vor Ort sein usw… Das kann nur ein Staat entscheiden.


2. Ein faktisches: die Krypta der Bourbonen so wie sie sich heute im Franziskanerkloster in Castagnavizza befindet, ist keine zufällige Grabstätte, wenn es auch ursprünglich keinen klar definierten Plan gab, und der König in einen bereits vorhandenen Hohlraum bestattet wurde, der von der lokalen adeligen Familie zur Verfügung gestellt worden war. Der Wunsch nach einem eigenen und vor allem dauerhaften Grab war von Graf Chambord, dem Chef des Hauses Bourbon geäußert worden. Er wollte die Gräber der ihm nahestehenden Verstorbenen sowie seines und seiner Gattin systematisch angeordnet wissen. Eine Krypta wurde auf seinen Wunsch hin in den frühen 80-er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet, um die Särge aufzunehmen. Deren Aufstellung wurde als unter dem Chor der Kapelle angeordnet bestimmt. Daran erkennt man auch den Wunsch, einen zweiten Platz neben St. Denis als Ausweich-Grabstätte im Exil zu haben.

Da die Wiedereinsetzung der Könige in Frankreich nicht unmittelbar bevorsteht, ist auch die Rückkehr deren Asche nicht vordringlich, zumal die Monarchie noch immer sozusagen im Exil ist.

Die Frage ist also nicht aktuell, und die Rückkehr wäre auch das eingestandene Ende der Hoffnung auf eine Restauration ; bleibt aber weiterhin eine Familienangelegenheit im Bereich des Chefs des Hauses.


3. Ein opportunes: Zum Zeitpunkt wo Europa eine Verschnaufpause einlegt, sollte man die Symbole, die für dessen Einheit und Identität sprechen, stärken. Die königlichen Nekropolen sind ein Teil davon, und Castagnavizza hat in diesem « Netz » von Westminster, El Escorial, Kapuzinergruft in Wien und natürlich St. Denis seinen Platz. Hinzu kommt die kulturelle Rolle, die eine solche Nekropole spielt und damit die Bande zwischen Frankreich und Slowenien stärkt.

Eingedenk all dieser Elemente erscheint es nicht wünschenswert, eine Überstellung einer oder mehrerer Leichname aus dem Franziskanerkloster von Neu-Görz zu planen.

Der heilige Ludwig und Franz mögen über die Bourbonen wachen ! »


Neu-Görz und Görz am 19. Feber 2017


Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou

(übersetzung K.Hoistch)

kostanjevica_crypt-copie-copie.jpg

11/02/2017

Neujahrsansprache Ihrer Königlichen Hoheit, Prinzessin Marie Marguerite an das 19. Pionierregiment in Besancon anlässlich ihres Treffens zum Zwecke der Landesverteidigung

178568757.JPG« Sehr geehrte Herren Offiziere,

Unteroffiziere,

Militärrangs vom 19. Pionierregiment,

sehr geehrtes Patenkind,

Ich weiß nicht, wer von uns mehr bewegt ist. Zweifellos nicht Sie, werte Offiziere, Unteroffiziere und Militärs aller Ränge, deren Aufgabe es ist, jede Lage zu beherrschen, von den einfachsten bis zu den gefährlichsten gemäß der Ihnen eigenen stolzen Devis: « voll hoch- und durchziehen bis zum Ende!» Ich bin sehr gerührt, dass Ihre Einheit des 19. Pionierregiments mich als Patin gewählt haben.

Seit mich der vorige Anführer darum gebeten hat, war ich mir dieser großen Ehre bewusst, und auch der Verantwortung darüber. Denn die Übernahme der Patenschaft nimmt einen auch in die Pflicht. Die Patin muss in Freud und Leid zur Stelle sein. Heute haben wir zum Glück einen Moment der Freude. Denn wir haben etwas Angenehmes mit einem von Ihnen gut vorbereiteten Programm vor. Danach habe ich Gelegenheit, Ihnen bei unserem Treffen die besten Wünsche fürs Neue Jahr zu übermitteln. Dies betrifft auch all Ihre Unternehmungen hier in Besancon, außerhalb der üblichen Grenzen, wo sich nun ein Teil der Einheit befindet. Ich schließe in diese Wünsche auch Ihre Familien, Frauen, Kinder und Eltern ein.

325040335.JPGAls Ehefrau und Mutter verstehe ich nur zu gut, was Ihre Frauen durchmachen. Je schutzloser man sich fühlt, desto größer die Sorge, wenn die Pflicht zum Aufbruch in die Ferne ruft. Ich nehme an, dass dies in der Armee umso mehr gilt.

Daher habe ich mich hierher beeilt, um zwei Tage lang an Ihren Unternehmungen teilnehmen zu können, aber auch die Stadt und die Reitbewerbe kennenzulernen. Mein Mann, Prinz Ludwig hat mich begleitet und teilt die Freude, hier zu sein um das starke Band des 19. Pionierregiments mit der Patin einzuweihen, und mit ihm erneuere ich unsere besten Wünsche für Sie und Frankreich.

Danke. »

(übersetzung. K.Hoitsch)