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13/06/2016

Obernai (Elsaß) 11 juni 2016

3.JPGAm zweiten Tag des Legitimistentreffens, also am Samstag, den 11. Juni 2016, das im Osten des Königreichs Frankreich stattfand, befasste man sich mit der Veranstaltung im Vorjahr am Colline de Sion-Vaudémont in Lothringen, das am 6. Juni 2015 war. Ich möchte hiemit im Namen des Vereins Robert de Baudricourt besonders unseren Nachbarn des Vereins Saint-Materne für den herzlichen Empfang in dieser schönen elsässischen Provinz und seinen einladenden Orten danken.

Wie ich auch in meiner Abschlußadresse vom Samstag, den 11. Juni festhielt, ist es für mich immer eine ganz große Freude in den Elsaß zu kommen und noch mehr, wenn ich mich mit den Legitimisten treffen kann. Ich meine, man kann hier nur gewinnen, wenn man sich zusammenschließt und die Kräfte gemeinsam einsetzt bei solchen Gelegenheiten, die zu einer umso lebhafteren Entwicklung führen. Und damit immer auch zu neuen Berufungen.

14.jpgIch beglückwünsche unseren Redner Herrn Ratichaux zu seiner Themenabhandlung über Monseigneur Freppel. Damit eröffnet sich uns ein reicher Inhalt, ein wertvoller, interessanter Beitrag, der es uns auch ermöglicht, das Leben dieses streitbaren Bischofs, eines Kindes unseres Landes besser zu verstehen.

Dank gebührt auch dem Herrn Pfarrer zuerst einmal für die schöne Messe, die er mit uns in der Kirche in Obernai gefeiert hat, dem Ort, wo das Herz Monseigneur Freppels ruht ; aber auch für seine Predigt, in dem er die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Autorität und der Hierarchie betont, aus der man wiederum Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit ableitet.

17.jpgEin Lob auch unserem Stadtführer, durch den wir aufgrund seines Wissens über die Architektur der Stadt viel über die elsässischen Häuser erfahren haben, bei denen es sich um unverwechselbar ansprechende Fachwerkbauten auf Stein gebaut handelt, was den Reichtum und die Schönheit dieses ins tägliche Leben integrierten Kulturerbes ausmacht. Weiters erzählte er über die Zünfte, deren Mitgliedschaft in langer Handwerkstradition weitervererbt wurde, was die bereits sehr umfassenden Ausführungen des Referenten vom Vormittag abrundete. Monseigneur Freppel, eine der größten Gestalten unter den französischen Bischöfen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, war außerdem ein glühender Verfechter dieser Tradition.

Dank gilt schließlich auch dem Vorsitzenden des Vereins Saint-Materne für die perfekte Organisation dieses, was Kontakte und Austausch anbelangt, so erfolgreichen Treffens.

Ich lege Ihnen allen daher das nächstjährige Treffen in Lothringen ans Herz !

 

Reny_F

 

(übersetzung Hoitsch.K)

01/05/2016

Deutsch-französische Marienwallfahrt

Samstag 21 Mai 2016 - Saint-Avold (Lothringen)

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Programm

01b-ndbs-red.jpg10h00 : Levitiertes Hochamt in der überlieferten Liturgie (die außerordentliche Form des römischen Ritus) in der Abteikirche zu Saint-Avold. Prozession zur Maria-Hilf Basilika mit Rosenkranzgebet.

12h30 : Warmes Mittagessen - 15 Euro (Reservierung vor dem 7 Mai)

14h00 : Zeit zur Erholung - Möglichkeit zum Empfang des Primiz-Segens

15h00 : Gleichzeitige Vorträge in Französich und Deutsch.

16h00 : Kaffe-Kuchen im Foyer Notre-Dame - 6 Euro

17h00 : Feierliche Vesper mit sakramentalem Segen

 

Geschichte der Wallfahrt

 

01-chevet.jpgSaint-Avold als Wallfahrt zu Ehren der allerseligsten Jungfrau ist weit über die Grenzen der Diözese Metz bekannt. Die Gottesmutter wird hier unter dem Titel : "Maria- Hilfe der Christen" angerufen.

Die Wallfahrt zum Gnadenbild geht zurück bis in das 16. Jahrhundert. Damals errichteten die Benedikter der Abtei St.Avold an gleicher Stelle eine Kapelle zur Erinnerung und Dankarbeit gegenüber der Mutter des Erlöser, welche die Reformation in St.Avold nicht Fuß fassen ließ. Die Frauen des Ortes verjagten die Neuerer damals aus der Stadt.

Die Wallfahrt wuchs stetig, sodass die Kapelle mit der Zeit zu klein wurde. So beauftragte die Abtei 1685 französiche Architekten, die unter der Leitung von Vauban, in Saarlouis erbreiteten, mit einem Neubau.

In den Wirren der französichen Revolution wurden die Beweise für viele erhörte Gebete und Krankenheilungen durch die Jakobiner 1793 verbrannt und die Kapelle vollständig zerstört.  Das Gnadenbild wurde durch Frau Simonin gerettet und in ein Versteck gebracht, bis die Tyrannei der Revolution beendetet war. 1805-1806 erstand ein neues Heiligtum, in welches man das Gnadenbild nach zehnjähriger Verbannung unter großem Ansturm der Pilger zurückbrachte.

Die Bedeutung der Wallfahrt nahm in der Folgezeit immer mehr zu, sodass die Kirche im jahre 1901 wieder erweitert werden musste. Am 31 August 1932 erhob Papst Pius XI, das Heiligtum zu einer Basilika minor. Ein einzigartiges Ereignis in den Annalen des Bistums Metz.

 

Informationen und Reservierung : Hier

30/04/2016

Marienfloss, die Quelle des Rosenkranzes in Lothringen

1.jpgLiebe Freunde, liebe Leser,

Der Monat Mai ist der Monat Mariens, der Königin des Himmels und Frankreichs. Ganz Frankreich hat das einst gewusst und Unsere Liebe Frau geehrt, indem es die Statuen, die sie darstellten, in den Heiligtümern schmückte. Die Frauen haben ihr, die man Königin der Familie nannte, zu Ehren Blumenkronen hergestellt. Es hing etwas Feierliches, Freudiges in der Luft und füllte die Stuben, und die Familien beteten jeden Abend pflichtgemäß den Rosenkranz.

In diesem Monat Mai, dem Monat Mariens ergreifen wir die Gelegenheit, uns mit dem Ursprung des Rosenkranzes in Lothringen auseinanderzusetzen. Unser Land ist so reich und fruchtbar, sodass es wohl wichtig ist, uns regelmäßig die Ereignisse, die unsere Geschichte ausmachen, wieder vor Augen zu führen. Das ist heutzutage sogar eine Pflicht um gegen jene, die an der « republikanischen Erziehung » festhalten, indem sie die Jugend Frankreichs von deren alten Wurzeln abschneiden, anzukämpfen.

Marienfloss ist ein lieblicher Ort von absolut himmlischer Schönheit und Pracht, in der Nähe von Sierck-les-Bains, zugleich ehemals Festung des Herzogtums Lothringen. Es war hier an diesem nunmehr völlig in Vergessenheit geratenen Ort, dass sich der Ursprung des Rosenkranzes befindet, den man mittlerweile allerdings zu Unrecht dem Predigerorden zugeschrieben hat ; wenn doch in Wirklichkeit die Urheberschaft auf die Kartäuser von Trier und Marienfloss zurückgeht zu Beginn des 15. Jahrhunderts (man erinnere sich, dass Sierck bis zur Revolution zur Diözese Trier gehörte). Zwar war die Rosenkranzandacht von den Predigerbrüdern verbreitet worden, aber der Ursprung findet sich bei uns in Marienfloss in Lothringen. Daran hatte sogar Papst Johannes Paul II selbst am 10. Oktober 1988 in der Kathedrale in Metz erinnert…


2.jpgIn einem einsamen Tal oberhalb des Bachs von Marienfloss (was « Bach Mariens » heißt) gibt die kleine Kapelle an diesem Ort anhaltend ein inniges Zeugnis dieser Rosenkranzgeheimnisse. An diesem Ort erhob sich einst eine kleine Kirche, die bereits zu Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut worden war. Leider wurde dieses Gebiet im 17. Jahrhundert während der Schrecken des Dreißigjährigen Krieges zerstört, und dann wiederum während Revolution, die man die « Französische » nennt. Einige wenige Relikte blieben uns erhalten; heute erhebt sich nur eine Kapelle, wo der Pilger folgende Inschrift in Stein gemeißelt findet : « Marienfloss, Quelle lebendigen Wassers, aus der der Rosenkranz sprudelt ».

Im Jahr 1415 ließen der Herzog von Lothringen Karl II und vor allem seine fromme Gemahlin Margarita von Bayern die Kartäuser nach Marienfloss kommen, die die Zisterzienser, die das Gebiet verlassen hatten, ablösten. Schnell fand die junge Herzogin heraus, dass sie der Gemahl betrog. Dermaßen erniedrigt beschloss sie, das Schloß zu verlassen und in der Burg Sierck Zuflucht zu suchen. Sie erinnert sich, dass sie vor kurzem am Hof einen jungen Adeligen, Adolf von Essen getroffen hatte, der eine vielversprechende Karriere vor sich hatte, es aber vorzog, sich als Kartäuser einzukleiden. Dies war auf das Gebet der Kartäuserin von Saint Alban von Trier zurückzuführen, und Margarita von Bayern ließ ihn nach Marienfloss kommen, wo er sich mit seinem Schüler Dominique von Preußen niederließ. Dieser junge Geistliche war von ihm in die rechte Weise des Rosenkranzbetens eingeweiht worden. Dominique kann man als Erfinder der Gesätze, also der Themen des Betrachtens ansehen, denn bis dahin hatte man einfach nur die Gegrüßet seist du Maria aneinandergereiht. Es war also als Hilfe zur Überwindung der Prüfungen für die Herzogin gedacht, dass Adolf von Essen ihr zum Gebet zu Maria riet, denn hatte nicht Jesus selbst seine Jünger seiner Mutter anvertraut ? War unsere Herzogin von Lothringen die erste Weltliche, die den Rosenkranz betrachten sollte? Auf jeden Fall wurde sie dessen glühende Anhängerin mit Breitenwirkung !

Adolf von Essen nannte dieses Gebet « den kleinen Rosengarten Unserer Lieben Frau ». Ein Gegrüßet seist du Maria verbunden mit dem Evangelium ist eine Rose, die man der Jungfrau darbringt. Zehn Gegrüßet seist du Maria bilden einen Strauß, fünfzig flechten sich zu einer Krone aus Rosen für sie. Die hundertfünfzig Gegrüßet seist du Maria des Psalters ergeben rund um Maria herum einen wunderbaren Rosengarten, einen Rosenkranz. Mit dem betrachtenden Rosenkranz gemäß dem Leben unseres Herrn wird Maria mit Jesus auf dieselbe Weise vereint wie Maria durch dieses Gebet zu Jesus hinführt.

Die Andacht von Marienfloss sollte sich ins Herzogtum Lothringen, dann später ins Königreich Frankreich und schließlich in die ganze Welt verbreiten.

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