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25/01/2017

Herzliche Grüße für 2017 von Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou, Ältester der Kapetinger de jure, Seine Königliche Hoheit Ludwig XX

Bekanntmachung vom 20. Januar 2017 durch das Sekretariat Seiner königlichen Hoheit, Herzog von Anjou, anlässlich der Ankunft in Frankreich des Prinzen und seiner Frau, Prinzessin Marie-Marguerite, zu Gedenkfeiern des Todes Seiner Majestät König Ludwig XVI.

voeux.JPGAm Anfang des Jahres 2017 entbiete ich allen Franzosen meine besten Wünsche. In den unruhigen Zeiten, die wir durchleben, wo wir manchmal Zweifel und Bedenken haben, wünsche ich, dass sie einander zu viel Freude Anlass geben, sowohl große als auch kleine, und gemeinsam Frankreich wieder Tatkraft und Stolz verleiht.

2016 war ein schwieriges Jahr. Viele von Ihnen hatten verschiedene Prüfungen zu meistern, die mehr oder weniger schwerwiegend waren. Die soziale und wirtschaftliche Lage ist nicht gut, und die Zahl der Armen, der Ausgeschlossen, der Obdachlosen ist höher geworden. Die politische Lage ist auch nicht glänzend, weil sie nicht von einem großen Entwurf inspiriert ist. Zukunftspläne fehlen in unserem Land, die imstande wären, einem Volk gemeinsame Perspektiven zu eröffnen. Eine heimtückischer und bestialischer Feind, der sich unter religiösem Deckmantel versteckt, drängelt unsere Institutionen, bricht mit unseren Traditionen und bringt eine Menge unschuldiger Opfer zur Strecke. Ja, 2016 war kein gutes Jahr.

So gebe ich der Hoffnung Ausdruck, dass 2017 Frankreich den Glauben an sich und seine immerwährende Berufung wiederfindet, wie es seit Jahrhunderten als Modell und Vorbild für andere Nationen der Fall war. War es nicht das erste Land, das Gemeinwohl und Gerechtigkeit zu Grundlagen des öffentlichen Handelns gemacht hat ? Wieviele nunmehr zerschlagene Länder (denken wir an den Nahen Osten) würden dies gerne wiederfinden ! Wieviel Menschen würden gerne, nicht mehr zum Spielball von brutalen Machtapparaten sein. Unter dem alten Regime, und viele Jahre danach noch, war Franzosentum begehrt, weil es das Land der Freiheiten und des Rechts war.

Aber um dies zu tun, muss sich Frankreich wieder finden, seine Wurzeln wieder finden.Um das hereinbrechende Übel zu bekämpfen und abzuwehren, muss es zuerst moralischerseits zur Wundbehandlung kommen. Um alle Feinde und Schwierigkeiten zu erkennen, muss unser Land stolz sein auf sich, seine Vergangenheit, und was er anderen gebracht hat. Es ist an der Zeit, die Einkehr und Buße zu beenden. Sie haben nicht viel Sinn, in einem Land, das so viele Heilige hervorgebracht hat, in einem Land, das noch immer bewundert und oft zum Vorbild genommen wird.

Also für 2017 will ich, dass Frankreich die Tradition belebt, die es immer eher in die Zukunft als die Vergangenheit blicken ließ. Frankreich, die älteste Tochter der Kirche, kann erwartungsvollvoll auf gute Botschaft im sowohl göttlichen als auch humanistischen Evangelium des Paradieses vor sich und nicht hinter sich blicken. Fürchtet euch nicht ! Schaut nach vorn !

Frankreich hat viel auf seiner Habenseite für die Zukunft zu verbuchen, aber es muss sich dessen bewusst und stolz darauf sein. Dies ist nicht nur unsere Kultur und unser Lebensstil, die vom Ausland aus beobachtet werden. Über die Grenzen hinaus sind unsere jungen Absolventen, die bewertet und vor Ort beneidet werden, wo sie sich jeweils gerade auf den fünf Kontinenten befinden; ob das nun unsere Armeen sind, die allseits bewundert werden, wo sie im Einsatz zur Sicherung des Friedens, der Sicherheit und des Rechts sind; ob das unsere Unternehmer zwecks Fortsetzung von Innovationen sind ; ob das unsere wohltätigen Organisationen sind, die helfend eingreifen, wo es immer nottut.

Es gibt ein Frankreich des Erfolgs. Das gilt es zu fördern. Ich mache das zu Beginn dieses Jahres umso lieber, als es auch das Frankreich der Jugend gibt. Es gibt eine Wiederbelebung durch eine ganze Generation, die das Erwachsenenalter mit dem XXI Jahrhundert erreicht hat. Sie sind es, die die Gesellschaft von morgen prägen. Sie sind es, denen ich ganz besonders meine herzlichsten und innigsten Wünsche ausspreche. Sie sind es, die geeinte und verantwortungsbewusste Familien gründen; sie, die schaffen, um den gegebenen Herausforderungen gerecht zu werden, sowie innovative Start-ups wie auch Schulen; sie, die dem Vaterland und seiner Verteidigung verpflichtet sind; sie, die Frankreich jene seit zwei Generationen schmerzlich vermisste Geistlichkeit zurückbringen...

Meine Wünsche gehen an alle, die hingebungsvoll für die Zukunft arbeiten.

Sie sind daher insbesonders an Familien gerichtet. Jahrelang wurden sie sehr schlecht behandelt. Die Ehe wurde zum Transvestit, Kinder zum Spielball, die Älteren, zu oft schon total vernachlässigt, sehen sich außerdem zu guter Letzt noch bedroht; ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten des täglichen Lebens, Wohnung und Arbeit zu finden, Kindern ein gutes Umfeld, in dem sie lernen können, zu ermöglichen... Aber die Familien in Frankreich halten sich gut. Sie zeigen sich äußerst fähig zum aktiven Widerstand. Sie nehmen nicht nur eine Haltung der Ablehnung ein, sondern reagieren mit innovativen Zukunftsplänen, die ihnen auferlegten alten sozialen oder pädagogischen Rahmenbedingungen herauszufordern.

Allen, die an die Zukunft glauben, möchte ich für das Jahr 2017 Hoffnungen und nicht Illusionen auf den Weg geben. Dafür wünsche ich mir ein Frankreich mit Sinn für Wahres und Konkretes, und nicht nach trügerischen Idealen, die nur in die Sackgasse führen.

Ich merke auf meinen Reisen, die ich in Frankreich mache, und die Begegnungen, die ich habe, dass man aus der Negativspirale, die durchaus nicht als gegeben hinzunehmen ist, endlich ausbrechen möchte. Ich habe meine Pflicht als Erbe und legitimer Nachfolger der langen Tradition der Könige von Frankreich erfüllt, wenn ich bei der Wiederherstellung des Vertrauens in die Zukunft helfen konnte.

Das sind meine Wünsche, die ich an alle Franzosen, Familien und junge Leute, richte aber auch an alle, die auf der ganzen Welt nach Frankreich blicken, dass es seiner Stimme im Konzert der Nationen mehr Gehör verschafft.

Heiliger Ludwig, Vorbild eines Königs, der sich seiner Pflicht beizustehen, dass Frankreich ein gutes Jahr 2017 bewältigt, bewusst war !

couple.jpg

Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou. Prinz Ludwig von Bourbon mit seiner Frau Prinzessin Marie-Marguerite beim Mittagessen, das auf die Totenmesse in St. Denys folgte, am 21. Januar 2017.

(übersetzung Hoitsch.K und Reny.F)

Ansprache des Prinzen Ludwig von Bourbon, am Samstag, den 21. Jänner 2017

Empfang nach der heiligen Messe für den König Ludwig XVI in St. Denys, am Samstag, den 21. Jänner 2017
Ansprache des Prinzen Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou


ludwig herzog von anjou, 21 januar, paris Frau Superintendantin,
Hochwürden.,
Werte Abgeordnete,
Meine Damen und Herren;


Liebe Freunde,


Zum wiederholten Mal haben wir, die Prinzessin und ich, uns hier eingefunden anlässlich des Jahrestags des Hinscheidens König Ludwigs XVI, dessen wir uns jedes Jahr herzlich gern gedenken.
Diese Zeremonie ist so viel mehr als eine Huldigung an einen Märtyrerkönig. Denn wir können uns heute an diesem hehren Ort, einer ehemaligen Abtei die heute Ausbildungsstätte der Ehrenlegion ist, einfinden, was diesem nunmehr bereits zur Tradition gewordenen Treffen Frankreichs mit seiner Geschichte eine besondere Note verleiht.


Daher erlaube ich mir, mich zuallererst einmal bei den verantwortlichen Amtsträgern zu bedanken. Ich sage Dank den Geistlichen, Seiner Exzellenz dem Bischof von Seine-Sankt-Dionysius und dem Rektor der Basilika, die dem Mémorial de France (französischen Gedenkverein) die Meßfeier, die König XVIII als ewige Einrichtung wünschte, abzuhalten gestatteten. Als Chef des Hauses weiß ich diese außer Frage stehende ständige Feier zu schätzen. Ich beglückwünsche das Mémorial de France in Sankt Dionysius, dass es diese nunmehr seit mehr als einem Jahrhundert bestehenden Feier, die, als private dann auch zu einer ständigen wurde. Nach meinem Großvater, nach meinem Vater bin ich nunmehr in der glücklichen Lage, regelmäßig an das Interesse des legitimen Nachfolgers der französischen Könige zu erinnern, diese Verpflichtung zu Gedenken und Pietät gegenüber dem Märtyrerkönig aufrechtzuerhalten.


Ich bedanke mich insbesonders beim Großkanzler der Ehrenlegion durch Sie, Frau Superintendantin, die ihn hier vertritt. Für diese historische Gedenkveranstaltung ist es nur angemessen, dass sich das ehemalige Stift geeint einfindet. Die Kirche und die Abtei vereint. Für einen Moment finden Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Ich sehe darin mehr als ein Symbol an diesem Ort, der sich bereits der Gegenwart verschrieben hat, denn er ist eine der anerkanntesten Ausbildungsstätten in Frankreich. Mit den Mädchen, die hier studieren, nimmt die Ehrenlegion die Aufgabe der Vermittlung von Bildung auf sich. Eine Vermittlung, die not tut, denn sie gibt damit jeder Generation nicht nur das Basiswissen mit auf den Weg, sondern auch die Pflichten und Werte, die den ersten Orden der Nation ausmachen.


Am 21. Jänner 2017 hier zu sein ermöglicht also nicht nur sich zu erinnern, sondern auch nach vorne zu blicken. In diesem Sinne sind Geschichte und Ausbildung eng verbunden, und ich sage es hier in dieser Einrichtung, wo diese Worte ihre volle Bedeutung annehmen, gerne. Erziehen und ausbilden sind nicht nur die Pflicht jedweder Eltern, so wie die der Prinzessin und meine für unsere drei Kinder. Das Erbe und die Weitergabe sind eine solide Basis, auf der man in Zukunft aufbauen kann. Nicht nur eine Zukunft der Utopien und Idealismen, sondern eine Zukunft, die sich auf der Realität gründet und gedeihlich in der Tradition wurzelt. Jede Familie möchte ihren Kindern ein moralisches und materielles Erbe hinterlassen, mit dem man besser leben und arbeiten kann, sodass die Kinder stolz auf ihre Eltern und deren Erreichtes sind. Denn das macht eine gesunde und geeinte Gesellschaft aus, die voll Hoffnung auf die Zukunft blickt.


Die Aussicht auf eine bessere Zukunft bleibt für Eltern und Erzieher vordringliches Anliegen. Auch braucht man nicht der Vergangenheit nachzutrauern, sondern sich nur jeden Tag fragen, wie man mit dem überkommenen Erbe, den ausgeschlagenen Wurzeln, der Geschichte Frankreichs neue Seiten hinzufügen kann, damit wir den Stein zu Aufbau, Befestigung oder als tragende Säule gegen Schwankungen verwenden.


Ludwig XVI hat in seinem Testament zu neuer Hoffnung aufgerufen. Sein Beispiel drängt uns, über uns hinauszuwachsen.
Das ist es, was ich Ihnen zu Jahresbeginn vermitteln wollte, mit den besten Wünschen der Prinzessin und meinerseits an Sie, Ihre Familien und alle Erzieher.


Auf dass der heilige Ludwig, der hier an dieser Grabstätte mit allen Königen ruht weiterhin über Frankreich wacht, damit es seinem Taufgelöbnis und den Werten eines Rechtsstaates und Friedensstifters treu bleibt, die aus ihm eine vorbildliche Nation gemacht haben.


Danke für Ihre Aufmerksamkeit


Ludwig, Herzog von Anjou

(übersetzung : Hoïstch.K)

13/01/2017

Ein Interview mit Prinz Ludwig von Bourbon beim französischen Fernsehsender KTO

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KTO-TV, am Samstag, 14. Jänner 2017 um 20:40, auch über Live Stream zu empfangen.

Seine Königliche Hoheit, Prinz Ludwig von Bourbon eingeladen bei Emmanuelle Dancourt.

(KTO TV ist ein Rundfunksender anbietend Christliche Kultur Gespräch.)

09/12/2016

Feierliche Messe anlässlich der Überführung von Reliquien vom letzten Kaiser Karl, nunmehr seliggesprochen.

8461088084_9bb2d30ede.jpgDonnerstag, 8. Dezember 2016 10.00 Uhr Stiftsbasilika Lilienfeld: Festliche Hl. Messe zu "Mariä Empfängnis" mit Einsetzung der Reliquie des seligen Kaiser Karl von Österreich im Altar der Josefikapelle.

Nach der Festmesse hielt der Enkelsohn des letzten Kaisers von Österreich, der heutige Chef des Hauses Habsburg-Lothringen, Erzherzog Karl aus dem Hause Österreich, eine Festansprache.

Musikalische Gestaltung der Festmesse : Krönungsmesse (Missa in C-Dur KV 317) von Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Ausführung: Chorus et Capella

Campililienses Orgel : Karen De Pastel

Leitung: Florian Pejrimovsky

05/12/2016

Die Kriege der Vendée (mit Untertiteln in Deutsch)

AfficheVendée.jpgEin Film heute Abend im Programm :

Über den Aufstand der Bevölkerung am Land, die dem katholischen Glauben und König Frankreichs, Ludwig XVI treu ergeben war. Während der Revolution entwickelte die Vendee eine tiefe Abneigung gegen den Usurpator, die Regierung der Republik, die deren Priester gefangen und den König hingerichtet hatte.
 
Die Bauern, bewaffnet mit Sensen und Heugabeln, machten den sogenannten Aufstand in der Vendée, indem sie die « große katholische und königliche Armee » bildeten. Unter dem Kommando einiger Aristokraten und Bürger, wie Jacques Cathelineau, Nicolas Stofflet, Charles de Bonchamps Maurice d'Elbee, Athanase François Charette, Henri de la Rochejaquelein usw.. kämpften sie um ihren Glauben mit dem aufhetzenden Kriegsgeschrei: « Für Gott und den König ! »
 
Les Vendéens. Ein film von Jacques Dupont.
 

 
(Ubersetzung : K.Hoïstch und F.Reny)

11/11/2016

Treffen mit Seiner Königlichen Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou.

Paris-Mont.JPGAlexandra Cerdan : Im Jahr 1792 hat die Konvention die Monarchie in Frankreich abgeschafft und die Republik ausgerufen. Glauben Sie, dass dieser Beschluss unumkehrbar ist ?

Seine Königliche Hoheit Ludwig von Bourbon : In der Politik gibt es keine Unumkeherbarkeit. Die Geschichte gibt uns viele Beispiele. Die Monarchie in Frankreich hat neben vielen lichten und großen auch dunkle Stunden gesehen. Um nicht bei jenen, die Sie anführen, zu verweilen, erinnern wir uns daran, dass diese Republik erst recht kurz existiert. Das Konsulat (Napoleons) hat sie abgelöst, danach das Empire. Die Monarchie ist 1814 wieder eingeführt worden. Das 19. Jahrhundert kannte dann nach 1848 eine lange Instabilität bei den Institutionen. Alles ist möglich, es hängt davon ab, was sich die Franzosen wünschen.

A.C : Mit welchen Gefühlen schauen Sie auf die Situation in Frankreich und Europa ?

SKHLVB : Derzeit ist die Situation in Europa sehr komplex. Der "alte" Kontinent steht vor vielen Krisen. Es gibt die Wirtschaftskrise in einer Welt, die Vergangenheit ist, zweifellos viel zu schnell vergangen ist, die sich auf eine Wirtschaft stützte mit Unternehmen mit einer großen Zahl von Mitarbeitern und mit vielen Ressourcen zu einer Wirtschaft ohne Materialien und der Finanzen, die mehr nach geistigem als Körper-Einsatz verlangt. Das alles spielte sich sehr schnell ab. Man muss also neue Verhaltensregeln finden, was umso schwieriger ist, als dass es nicht nur auf staatlicher Ebene sondern kontinentaler, ja globaler stattfinden muss. Dieser Umsturz der Lebensbedingungen geht mit einem Umsturz der Werte einher. Ein paar alte haben wir damit hinter uns gelassen. Zugleich wird einem bewusst, dass es ohne diese in Zukunft in der Gesellschaft nicht mehr funktionieren wird. Zum Glück gibt es zahlreiche Anzeichen, dass es allerorts zu einer Erneuerung kommt. Das bedeutet nicht, dass man bei Problemlösungen zurückschaut, sondern dass man ohne Scheuklappen die Zukunft in den Blick nimmt und dem Menschen den rechten Platz zuweist. Denn es ist er, der über Fortschritt entscheidet.

A.C : Warum haben Sie nicht eine politische Laufbahn eingeschlagen ?

SKHLVB : Es gehört sich nicht für den Chef des königlichen Hauses, Parteipolitik zu machen. Man muss realistisch bleiben. Was wären die eingenommenen Standpunkte wert ? Was hingegen sicher ist, dass ich mit allem, was ich darstelle, also einer anderen gelebten politischen Tradition, eine Alternative anzubieten habe.

A.C : Warum hat Frankreich keinen König, wie es Spanien, England, Belgien usw. hat, wenn auch als Symbol und für das innere Wohlbefinden sozusagen Ihrer Meinung nach ?

SKHLVB : Die Länder, die Sie aufzählen, sind Monarchien. Die Könige dort haben durchaus ihren Platz und sind nicht nur Symbol. In Frankreich jedoch haben die überkommenen Machthaber, die dort zuzeiten regiert haben, seit Abschaffung des Exilrechts, die Rolle des Wache habenden Zeugen, und dies trifft sowohl auf das Haus Bonaparte als auch Orleans zu. Als Erbe der Könige von Frankreich, die beinahe 1000 Jahre lang Frankreich regiert haben, versuche ich, meiner Aufgabe gerecht zu werden und bin überall präsent, wo mich die Erinnerung an die Tradition und vergangene Große erforderlich machen.

A.C : Ein Teil des französischen Volkes würde sich mehr Präsenz Ihrerseits in den Medien wünschen. Wie denken Sie darüber ?

SKHLVB : Man muss den Medien diese Frage stellen... Aber ich bemerke unterdessen während meiner Übersiedlung in die Provinz, dass die lokalen Medien viel weniger Berührungsängste haben als die nationalen.

A.C : Was für Sportarten mögen Sie und welche betreiben Sie selbst ?

SKHLVB : Ich habe viel Sport ausgeübt. Mit den Jahren ändern sich die Vorlieben. Ich gehe mehrmals die Woche spazieren, was ein guter Ausgleich zum täglichen Stress ist, und mit meinen Kindern spiele ich jetzt auch wieder Fussball !

A.C : Glauben Sie, dass der Kopf Heinrichs IV beigesetzt werden kann, weil er in die Basilika des Heiligen Dionysius gehört ?

SKHLVB : Ich hoffe sehr. Sankt Dionysius ist die Nekropole der Könige von Frankreich. König Heinrich IV hat dort im Jahr 1610 seine Ruhe gefunden. Die Revolution hat ihn von dort verjagt. Es ist nur normal, dass seine sterblichen Überreste dorthin zurückkommen. Jedes Mal wenn die historische Wahrheit offenbart wird durch Restauration oder indem man den Dingen ihren Ursprung wieder zuweist, muss man so vorgehen. Auf diese Art behalten die Denkmäler ihre Authentizität und behalten ihren Sinn und Wert.

A.C : Sie haben den Kopf Heinrichs IV untersuchen lassen. Wie war Ihre Reaktion, als er als echt eingestuft wurde ?

SKHLVB : Ich messe der wissenschaftlichen Analyse großen Wert bei. Also war ich über die ersten Ergebnisse sehr glücklich, die die Echtheit der Reliquie bestätigt haben. Das war mir eine große Befriedigung. Weitere Analysen sind noch im Gange, denn einige haben Zweifel über verschiedene Aspekte oder Auslegungen gezeitigt. Wenn das Dossier geschlossen wird, können wir mit den zuständigen und befassten Behörden und Institutionen das Projekt der feierlichen Bestattung in Sankt Dionysius in Angriff nehmen.

A.C : Abschließend möchte ich Ihnen noch ein Schlusswort überlassen.

SKHLVB : Ich wende mich also an die Franzosen, an die ich wie vor mir der heilige Petrus das Wort richte: Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst vor der Zukunft! Eine Geschichte, die so reich an Traditionund Größe ist, die auf den Werten des Clovis bei seiner Taufe ruht, sind dazu da, um an das Schicksal Frankreichs zu glauben.

10/10/2016

Rede am Samstag, 8. Oktober 2016 in der Kathedrale von Reims, gehalten von Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Liebe Freunde,

14519763_698942390261438_1269222025737893507_n.jpgSicher ist dieser Ort nicht der geeignetste für lange Gespräche, aber es liegt mir als Chef des Hauses Bourbon am Herzen und damit Nachfolger der Könige von Frankreich, mich zu dem wichtigen Akt in der Kathedrale von Reims, dem gerade vollzogenen Aufstellen der Tafel über die hier stattgefundenen 31 Krönungen, zu äußern.

Meine ersten Worte gelten Professor Patrick Demouy, denn wir haben uns heute hier mit dem Bürgermeister, mit Seiner Exzellenz dem Erzbischof von Reims auf dessen dankenswerter Initiative hin versammelt. Daher bedanke ich mich hiemit aufs herzlichste bei ihm dafür. Er ist im Laufe der Zeit zum Experten für Krönungen geworden und durch Kraft und Elan und Überzeugung hat er sowohl kirchliche als auch weltliche Autoritäten wie auch akademische und dem Gedenken der Kathedrale als auch unserer gemeinsamen Geschichte im allgemeinen loyale an sich gezogen.

Mein Dank gilt auch dem Verein der Freunde der Kathedrale wie auch dessen Vorsitzendem, Herrn Bernard Poret. Sie haben viel zur Verwirklichung dieses Projekts getan und wurden dabei durch das Instituts des Hauses Bourbon als Mäzen unterstützt. Die einen wie die andern haben die Interessen der verschiedenen Autoritäten : des Erzbischofs, des Klerus der Kathedrale, der historischen Bauten im Verein berücksichtigt.

14568050_698942403594770_1891609885323003179_n.jpgDamit wurde eine Tafel in der Kathedrale aufgestellt, um der 31 Krönungen, die seit jener von Ludwig dem Frommen vor 1200 Jahren hier stattgefunden haben, insbesondere jener der Capetiens, zu gedenken. Mehrere Male pro Jahrhundert befand sich diese Kathedrale vor einer Krönungsfeier, also der echten Säule des Königtums.

Wenn das Königreich also mit dem Tod des Vorgängers begann, so war es nur die Krönung, die ihm diese hohe Funktion vermittelte, und aus dem französischen König im Unterschied zu anderen einen wahrhaft Mächtigen machte.

Durch die Krönung ist Göttliches menschlich geworden, hat sich vereinigt sozusagen um dem König das Amt zum Gemeinwohl ausüben zu lassen. Die Dauer der Machtausübung wurde durch die wohltätige Nächstenliebe des christlichen Fürsten ausgelöst. Die Versprechungen bei der Krönung verpflichteten den König gleichermaßen zum Streben nach Heiligkeit. Wie der heilige Ludwig darin beispielgebend war, so wussten alle Könige, dass sie ihm dabei nacheifern mussten.

Die Stadt Reims bleibt uns in dieser einmaligen Rolle, die sie dabei in der Geschichte unseres Landes gespielt hat, tief im Bewusstsein verhaften. Und wenn einige Krönungen auch anderswo stattgefunden haben, so bleibt es doch symbolhaft am stärksten hier; wenn auch die Stadt durch Clovis' Taufe am Beginn des fränkischen Königreichs zum Schauplatz wurde, und erst dann durch die Krönungen, insbesondere die erste. Die Tagung von heute Nachmittag trägt zum Verständnis dessen bei, und ich bedanke mich sehr herzlich bei den Präsentatoren ihrer Forschungsarbeiten.

Ich erinnere mich an meine Ankunft hier im Jahr 1996 und an die Auszeichnung, die ich damals erhielt, indem ich in meinen Händen die Reliquien der heiligen Ampulle, die das heilige Chrisam enthielt, die sich wunderbarereweise im Erzbistum erhalten hatte, hielt, nachdem sie und die Stadt während der Revolution blutig geschändet worden waren.

14666199_698942290261448_6429441800807138374_n.jpgJa, Reims ordnet sich in die Reihe von Historischem in Frankreich, was manchmal ohne aktuellen Bezug scheint, wo Chlodwig, Ludwig der Fromme, der heilige Ludwig, Johanna von Orleans vorkommen, wo die Krönungen für die Gegenwart aber immens wichtig sind, wo mit einem Wort Frankreich sich den Namen "älteste Tochter der Kirche" verdiente.

Aber abgesehen davon gibt es noch den heutigen Bezug, nämlich den aktuellen Ruf zur Überwindung. Unsere Gesellschaft bevorzugt das Materielle, den scheinbar leichteren Zynismus und Skeptizismus und hat damit viel verloren: Werte, Sinnfindung, die Jungen haben keinen Halt und werfen sich bereitwillig ins hohle Vergnügen und haben Angst vor der Zukunft. Die Krönung zum König erinnert uns daran, dass die Machtergreifung zum Gemeinwohl verpflichtet und ans Gnadengeschenk, an etwas Bleibendes und Erhebendes. Dies ist die Botschaft der Hoffnung, die wir uns merken, denn sie ebnet den Weg in die Zukunft. Mögen

Unsere Liebe Frau, der heilige Ludwig und alle Heiligen mit all den Gebeten, die die Inthronisationen begleitet haben, Frankreich und die Aufrechterhaltung seiner Tradition beschützen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Ludwig, Herzog von Anjou

(übersetzung Hoitsch.K)

04/10/2016

Prinz Ludwig von Bourbon, Führer des katholischen Widerstandes gegen die Politik der Neuen Weltordnung.

Einige Zitate aus dem Interview des Magazins "Paris Match" vom 28. September 2016. "

Louis-duc-d-Anjou.jpg(...) Der Herzog von Anjou ist unser König. Sein Reich ist in seinem Blut.

(...) Frankreich das "zerfließende Land" zurück geben, die natürliche Autorität die heute fehlt : eine transzendente politische und gleichzeitig göttliche.

(...) Er ist nicht der Nachfolger von 1848, sondern des Jahres 1830 ...

 (...) Kein Thron ohne Altar. Ich fragte ihn, ob die Julimonarchie die Monarchie der Hochstapler sei. Er ist nicht nur einverstanden, aber er versteht nicht, dass man eine solche Frage stellen kann ...

(Er) zeigt seine zunehmende Besorgnis über die soziale Frage in Frankreich.

(...) feilschen ist seiner Stellung nicht würdig, obwohl es sinnlos erscheint, ohne durch eine Wahl regieren zu wollen. Das ist dies eine Haltung, die der parasitären Welt der unaufhörlichen Medien und ewigen Demagogen revolutionär erscheint.

(...) "Nicht ein König, der Frankreich benutzt, sondern ein König, der Frankreich dient", sagte Ludwig XX.

(...) Er hasst den Laizismus, diese "Religion" der Übertreibung. Und denkt, das aus dem katholischen Glaube heraus und nicht im Widerspruch zu diesem Glauben über die Islamisierung nachdenken, diskutiert und analysiert werden kann; es scheint eine modernere Idee. Man darf seine christlichen Wurzeln nicht verbergen, sondern man muss sie behaupten, erklärt der Prinz weiter.

(...) Wenn es eine Krise gibt, dann ist es in erster Linie eine Krise der Legitimität. Der König lebt - es lebe der König!"

ürsprungliche Text auf französich HIER

03/10/2016

Seine Königliche Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou wird am Samstag, den 8. Oktober 2016 in der Kathedrale von Reims aufhältig sein

Prinz.JPGDie Gesellschaft der Freunde der Kathedrale von Reims feiert, den 1200. Jahrestag der Krönung Ludwigs des Frommen, Sohn Karls des Großen, die sich im Jahr 816 in der Kathedrale von Reims vollzog ; man hat vor, ein großes Schild mit den Namen der 31 Könige, die in Reims gekrönt wurden, anzubringen.

Für Bernard Poret, den Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der Kathedrale von Reims, ist diese Würdigung seit langem ein Herzenswunsch. ''Die Gesellschaft der Freunde der Kathedrale, die immerhin 700 Mitglieder umfasst und seit 1917 besteht, hat anlässlich des 1200. Jahrestages der Krönung Ludwigs des Frommen die Schenkung eines Schilds mit den Maßen 2m x 1m beschlossen, auf dem die Namen aller Könige, die in der Kathedrale von Reims gekrönt wurden, aufscheinen. Wir haben das Institut des Hauses Bourbon um eine Beteiligung von 50 Prozent an den Kosten des Schilds gebeten, was positiv beantwortet wurde, und das Institut hat cat.jpgseinerseits die Vorstreckung dieses Betrags zugesagt. Die restlichen 50 Prozent werden vom Budget der Gesellschaft der Freunde der Kathedrale finanziert. Die Einweihung findet am Samstag, den 8. Oktober 2016 um 11 Uhr in der Kathedrale im Beisein Seiner Königlichen Hoheit Ludwigs von Bourbon, des Prinzen von Anjou statt".

Das Institut des Hauses Bourbon appelliert daher heute an die Großzügigkeit ihrer treuen Anhängerschaft und zugleich jener der Könige, die Frankreich ausmachen. Sein Vorsitzender, der Prinz von Bauffremont : ''Ich bin überzeugt, dass Ihnen diese bedeutende Unternehmung am Herzen liegt, wird noch dazu der Name unseres Instituts unten aufscheinen, und dabei den Tausenden von Touristen und Fremden, die diesen hehren Ort der christlichen Identität in unserem Land Jahr für Jahr besuchen, lebhaft Zeugnis davon geben".

 

Programm :

10.45 : Eintreffen am Platz der Kathedrale von Reims

11.00 : Enthüllung des Schilds zur Erinnerung an die 31 Könige von Frankreich

11.30 : Cocktailempfang im Palais du Tau, organisiert von den 'Freunden der Kathedrale unter Teilnahme des Hauses des Champagners MUMM

12.30 : Mittagessen im Restaurant Cru Chanzy, Chanzy-Straße 12 in Reims

14.30 : Tagung im Palais du Tau unter der Leitung Prof. Patrick Demouys: "Krönung Ludwigs des Frommen am 5. Oktober 816."

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Lateinisches Gebet für den König

 

Quaesumus, omnipotens Deus, ut famulus Tuus Ludovicus Rex noster, qui Tua miseratione suscepit regni gubernacula, virtutum etiam omnium percipiat incrementa quibus decenter ornatus, et vitiorum monstra devitare, hostes superare, et ad Te, Qui via, veritas et vita es, gratiosus valeat pervenire. Per Christum Dominum nostrum.

Marie-Marguerite von Bourbon, Herzogin von Anjou, in den Malteserorden aufgenommen.

Am 25. Juni 2016 wurde die Königin von Frankreich, Marie-Marguerite von Bourbon, Herzogin von Anjou, in den Souveränen Ritter- und Hospitalerorden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta aufgenommen und erhielt als Dame das Großkreuz der Ehr und Hingabe.

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Die Königin legte Ihren Eid ab :
 
"Ich, Marie-Marguerite von Bourbon, begehre die Aufnahme in den Souveränen Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes von Jerusalem, von Rhodos und von Malta, und in voller Kenntnis der Anforderungen verkünde ich meinen Wunsch, dort aufgenommen zu werden.
 
Mit der Hilfe Gottes, der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Philerme und dem Schutz des heiligen Johannes verspreche ich ein beispielhaftes christliches Verhalten in meinem privaten und öffentlichen Leben, in Übereinstimmung mit den Pflichten gegenüber meinem Staat, und dazu beizutragen, die Tradition des Ordens fortzuführen.
 
13600251_591161657729799_5521641377668952317_n.jpgIch verspreche, so gut ich kann meine Tätigkeit dem Dienst des französischen Verbandes (des Ordens) zu widmen und effektiv mit ihren Wohlfahrtsverbänden, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen zusammenzuarbeiten".
 
Seine Exzellenz Graf de Beaumont-Beynac verlieh, nachdem er Ihren Eid vernommen hatte, der Königin das weiße Malteserkreuz mit acht Perlenstiften (Symbole der acht Seligpreisungen) an einem seidenen Band.
 
Möge unser Draifältige Gott und die allerseligste Jungfrau Maria Prinzessin Marie-Marguerite de Bourbon, Herzogin von Anjou, segnen und behüten, so dass sie allzeit treu sowohl Gott als auch ihrem Mann Prinz Ludwig XX und dem Konigreich Frankreich dient !