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11/11/2016

Treffen mit Seiner Königlichen Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou.

Paris-Mont.JPGAlexandra Cerdan : Im Jahr 1792 hat die Konvention die Monarchie in Frankreich abgeschafft und die Republik ausgerufen. Glauben Sie, dass dieser Beschluss unumkehrbar ist ?

Seine Königliche Hoheit Ludwig von Bourbon : In der Politik gibt es keine Unumkeherbarkeit. Die Geschichte gibt uns viele Beispiele. Die Monarchie in Frankreich hat neben vielen lichten und großen auch dunkle Stunden gesehen. Um nicht bei jenen, die Sie anführen, zu verweilen, erinnern wir uns daran, dass diese Republik erst recht kurz existiert. Das Konsulat (Napoleons) hat sie abgelöst, danach das Empire. Die Monarchie ist 1814 wieder eingeführt worden. Das 19. Jahrhundert kannte dann nach 1848 eine lange Instabilität bei den Institutionen. Alles ist möglich, es hängt davon ab, was sich die Franzosen wünschen.

A.C : Mit welchen Gefühlen schauen Sie auf die Situation in Frankreich und Europa ?

SKHLVB : Derzeit ist die Situation in Europa sehr komplex. Der "alte" Kontinent steht vor vielen Krisen. Es gibt die Wirtschaftskrise in einer Welt, die Vergangenheit ist, zweifellos viel zu schnell vergangen ist, die sich auf eine Wirtschaft stützte mit Unternehmen mit einer großen Zahl von Mitarbeitern und mit vielen Ressourcen zu einer Wirtschaft ohne Materialien und der Finanzen, die mehr nach geistigem als Körper-Einsatz verlangt. Das alles spielte sich sehr schnell ab. Man muss also neue Verhaltensregeln finden, was umso schwieriger ist, als dass es nicht nur auf staatlicher Ebene sondern kontinentaler, ja globaler stattfinden muss. Dieser Umsturz der Lebensbedingungen geht mit einem Umsturz der Werte einher. Ein paar alte haben wir damit hinter uns gelassen. Zugleich wird einem bewusst, dass es ohne diese in Zukunft in der Gesellschaft nicht mehr funktionieren wird. Zum Glück gibt es zahlreiche Anzeichen, dass es allerorts zu einer Erneuerung kommt. Das bedeutet nicht, dass man bei Problemlösungen zurückschaut, sondern dass man ohne Scheuklappen die Zukunft in den Blick nimmt und dem Menschen den rechten Platz zuweist. Denn es ist er, der über Fortschritt entscheidet.

A.C : Warum haben Sie nicht eine politische Laufbahn eingeschlagen ?

SKHLVB : Es gehört sich nicht für den Chef des königlichen Hauses, Parteipolitik zu machen. Man muss realistisch bleiben. Was wären die eingenommenen Standpunkte wert ? Was hingegen sicher ist, dass ich mit allem, was ich darstelle, also einer anderen gelebten politischen Tradition, eine Alternative anzubieten habe.

A.C : Warum hat Frankreich keinen König, wie es Spanien, England, Belgien usw. hat, wenn auch als Symbol und für das innere Wohlbefinden sozusagen Ihrer Meinung nach ?

SKHLVB : Die Länder, die Sie aufzählen, sind Monarchien. Die Könige dort haben durchaus ihren Platz und sind nicht nur Symbol. In Frankreich jedoch haben die überkommenen Machthaber, die dort zuzeiten regiert haben, seit Abschaffung des Exilrechts, die Rolle des Wache habenden Zeugen, und dies trifft sowohl auf das Haus Bonaparte als auch Orleans zu. Als Erbe der Könige von Frankreich, die beinahe 1000 Jahre lang Frankreich regiert haben, versuche ich, meiner Aufgabe gerecht zu werden und bin überall präsent, wo mich die Erinnerung an die Tradition und vergangene Große erforderlich machen.

A.C : Ein Teil des französischen Volkes würde sich mehr Präsenz Ihrerseits in den Medien wünschen. Wie denken Sie darüber ?

SKHLVB : Man muss den Medien diese Frage stellen... Aber ich bemerke unterdessen während meiner Übersiedlung in die Provinz, dass die lokalen Medien viel weniger Berührungsängste haben als die nationalen.

A.C : Was für Sportarten mögen Sie und welche betreiben Sie selbst ?

SKHLVB : Ich habe viel Sport ausgeübt. Mit den Jahren ändern sich die Vorlieben. Ich gehe mehrmals die Woche spazieren, was ein guter Ausgleich zum täglichen Stress ist, und mit meinen Kindern spiele ich jetzt auch wieder Fussball !

A.C : Glauben Sie, dass der Kopf Heinrichs IV beigesetzt werden kann, weil er in die Basilika des Heiligen Dionysius gehört ?

SKHLVB : Ich hoffe sehr. Sankt Dionysius ist die Nekropole der Könige von Frankreich. König Heinrich IV hat dort im Jahr 1610 seine Ruhe gefunden. Die Revolution hat ihn von dort verjagt. Es ist nur normal, dass seine sterblichen Überreste dorthin zurückkommen. Jedes Mal wenn die historische Wahrheit offenbart wird durch Restauration oder indem man den Dingen ihren Ursprung wieder zuweist, muss man so vorgehen. Auf diese Art behalten die Denkmäler ihre Authentizität und behalten ihren Sinn und Wert.

A.C : Sie haben den Kopf Heinrichs IV untersuchen lassen. Wie war Ihre Reaktion, als er als echt eingestuft wurde ?

SKHLVB : Ich messe der wissenschaftlichen Analyse großen Wert bei. Also war ich über die ersten Ergebnisse sehr glücklich, die die Echtheit der Reliquie bestätigt haben. Das war mir eine große Befriedigung. Weitere Analysen sind noch im Gange, denn einige haben Zweifel über verschiedene Aspekte oder Auslegungen gezeitigt. Wenn das Dossier geschlossen wird, können wir mit den zuständigen und befassten Behörden und Institutionen das Projekt der feierlichen Bestattung in Sankt Dionysius in Angriff nehmen.

A.C : Abschließend möchte ich Ihnen noch ein Schlusswort überlassen.

SKHLVB : Ich wende mich also an die Franzosen, an die ich wie vor mir der heilige Petrus das Wort richte: Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst vor der Zukunft! Eine Geschichte, die so reich an Traditionund Größe ist, die auf den Werten des Clovis bei seiner Taufe ruht, sind dazu da, um an das Schicksal Frankreichs zu glauben.

10/10/2016

Rede am Samstag, 8. Oktober 2016 in der Kathedrale von Reims, gehalten von Prinz Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Liebe Freunde,

14519763_698942390261438_1269222025737893507_n.jpgSicher ist dieser Ort nicht der geeignetste für lange Gespräche, aber es liegt mir als Chef des Hauses Bourbon am Herzen und damit Nachfolger der Könige von Frankreich, mich zu dem wichtigen Akt in der Kathedrale von Reims, dem gerade vollzogenen Aufstellen der Tafel über die hier stattgefundenen 31 Krönungen, zu äußern.

Meine ersten Worte gelten Professor Patrick Demouy, denn wir haben uns heute hier mit dem Bürgermeister, mit Seiner Exzellenz dem Erzbischof von Reims auf dessen dankenswerter Initiative hin versammelt. Daher bedanke ich mich hiemit aufs herzlichste bei ihm dafür. Er ist im Laufe der Zeit zum Experten für Krönungen geworden und durch Kraft und Elan und Überzeugung hat er sowohl kirchliche als auch weltliche Autoritäten wie auch akademische und dem Gedenken der Kathedrale als auch unserer gemeinsamen Geschichte im allgemeinen loyale an sich gezogen.

Mein Dank gilt auch dem Verein der Freunde der Kathedrale wie auch dessen Vorsitzendem, Herrn Bernard Poret. Sie haben viel zur Verwirklichung dieses Projekts getan und wurden dabei durch das Instituts des Hauses Bourbon als Mäzen unterstützt. Die einen wie die andern haben die Interessen der verschiedenen Autoritäten : des Erzbischofs, des Klerus der Kathedrale, der historischen Bauten im Verein berücksichtigt.

14568050_698942403594770_1891609885323003179_n.jpgDamit wurde eine Tafel in der Kathedrale aufgestellt, um der 31 Krönungen, die seit jener von Ludwig dem Frommen vor 1200 Jahren hier stattgefunden haben, insbesondere jener der Capetiens, zu gedenken. Mehrere Male pro Jahrhundert befand sich diese Kathedrale vor einer Krönungsfeier, also der echten Säule des Königtums.

Wenn das Königreich also mit dem Tod des Vorgängers begann, so war es nur die Krönung, die ihm diese hohe Funktion vermittelte, und aus dem französischen König im Unterschied zu anderen einen wahrhaft Mächtigen machte.

Durch die Krönung ist Göttliches menschlich geworden, hat sich vereinigt sozusagen um dem König das Amt zum Gemeinwohl ausüben zu lassen. Die Dauer der Machtausübung wurde durch die wohltätige Nächstenliebe des christlichen Fürsten ausgelöst. Die Versprechungen bei der Krönung verpflichteten den König gleichermaßen zum Streben nach Heiligkeit. Wie der heilige Ludwig darin beispielgebend war, so wussten alle Könige, dass sie ihm dabei nacheifern mussten.

Die Stadt Reims bleibt uns in dieser einmaligen Rolle, die sie dabei in der Geschichte unseres Landes gespielt hat, tief im Bewusstsein verhaften. Und wenn einige Krönungen auch anderswo stattgefunden haben, so bleibt es doch symbolhaft am stärksten hier; wenn auch die Stadt durch Clovis' Taufe am Beginn des fränkischen Königreichs zum Schauplatz wurde, und erst dann durch die Krönungen, insbesondere die erste. Die Tagung von heute Nachmittag trägt zum Verständnis dessen bei, und ich bedanke mich sehr herzlich bei den Präsentatoren ihrer Forschungsarbeiten.

Ich erinnere mich an meine Ankunft hier im Jahr 1996 und an die Auszeichnung, die ich damals erhielt, indem ich in meinen Händen die Reliquien der heiligen Ampulle, die das heilige Chrisam enthielt, die sich wunderbarereweise im Erzbistum erhalten hatte, hielt, nachdem sie und die Stadt während der Revolution blutig geschändet worden waren.

14666199_698942290261448_6429441800807138374_n.jpgJa, Reims ordnet sich in die Reihe von Historischem in Frankreich, was manchmal ohne aktuellen Bezug scheint, wo Chlodwig, Ludwig der Fromme, der heilige Ludwig, Johanna von Orleans vorkommen, wo die Krönungen für die Gegenwart aber immens wichtig sind, wo mit einem Wort Frankreich sich den Namen "älteste Tochter der Kirche" verdiente.

Aber abgesehen davon gibt es noch den heutigen Bezug, nämlich den aktuellen Ruf zur Überwindung. Unsere Gesellschaft bevorzugt das Materielle, den scheinbar leichteren Zynismus und Skeptizismus und hat damit viel verloren: Werte, Sinnfindung, die Jungen haben keinen Halt und werfen sich bereitwillig ins hohle Vergnügen und haben Angst vor der Zukunft. Die Krönung zum König erinnert uns daran, dass die Machtergreifung zum Gemeinwohl verpflichtet und ans Gnadengeschenk, an etwas Bleibendes und Erhebendes. Dies ist die Botschaft der Hoffnung, die wir uns merken, denn sie ebnet den Weg in die Zukunft. Mögen

Unsere Liebe Frau, der heilige Ludwig und alle Heiligen mit all den Gebeten, die die Inthronisationen begleitet haben, Frankreich und die Aufrechterhaltung seiner Tradition beschützen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Ludwig, Herzog von Anjou

(übersetzung Hoitsch.K)

04/10/2016

Prinz Ludwig von Bourbon, Führer des katholischen Widerstandes gegen die Politik der Neuen Weltordnung.

Einige Zitate aus dem Interview des Magazins "Paris Match" vom 28. September 2016. "

Louis-duc-d-Anjou.jpg(...) Der Herzog von Anjou ist unser König. Sein Reich ist in seinem Blut.

(...) Frankreich das "zerfließende Land" zurück geben, die natürliche Autorität die heute fehlt : eine transzendente politische und gleichzeitig göttliche.

(...) Er ist nicht der Nachfolger von 1848, sondern des Jahres 1830 ...

 (...) Kein Thron ohne Altar. Ich fragte ihn, ob die Julimonarchie die Monarchie der Hochstapler sei. Er ist nicht nur einverstanden, aber er versteht nicht, dass man eine solche Frage stellen kann ...

(Er) zeigt seine zunehmende Besorgnis über die soziale Frage in Frankreich.

(...) feilschen ist seiner Stellung nicht würdig, obwohl es sinnlos erscheint, ohne durch eine Wahl regieren zu wollen. Das ist dies eine Haltung, die der parasitären Welt der unaufhörlichen Medien und ewigen Demagogen revolutionär erscheint.

(...) "Nicht ein König, der Frankreich benutzt, sondern ein König, der Frankreich dient", sagte Ludwig XX.

(...) Er hasst den Laizismus, diese "Religion" der Übertreibung. Und denkt, das aus dem katholischen Glaube heraus und nicht im Widerspruch zu diesem Glauben über die Islamisierung nachdenken, diskutiert und analysiert werden kann; es scheint eine modernere Idee. Man darf seine christlichen Wurzeln nicht verbergen, sondern man muss sie behaupten, erklärt der Prinz weiter.

(...) Wenn es eine Krise gibt, dann ist es in erster Linie eine Krise der Legitimität. Der König lebt - es lebe der König!"

ürsprungliche Text auf französich HIER

03/10/2016

Seine Königliche Hoheit Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou wird am Samstag, den 8. Oktober 2016 in der Kathedrale von Reims aufhältig sein

Prinz.JPGDie Gesellschaft der Freunde der Kathedrale von Reims feiert, den 1200. Jahrestag der Krönung Ludwigs des Frommen, Sohn Karls des Großen, die sich im Jahr 816 in der Kathedrale von Reims vollzog ; man hat vor, ein großes Schild mit den Namen der 31 Könige, die in Reims gekrönt wurden, anzubringen.

Für Bernard Poret, den Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der Kathedrale von Reims, ist diese Würdigung seit langem ein Herzenswunsch. ''Die Gesellschaft der Freunde der Kathedrale, die immerhin 700 Mitglieder umfasst und seit 1917 besteht, hat anlässlich des 1200. Jahrestages der Krönung Ludwigs des Frommen die Schenkung eines Schilds mit den Maßen 2m x 1m beschlossen, auf dem die Namen aller Könige, die in der Kathedrale von Reims gekrönt wurden, aufscheinen. Wir haben das Institut des Hauses Bourbon um eine Beteiligung von 50 Prozent an den Kosten des Schilds gebeten, was positiv beantwortet wurde, und das Institut hat cat.jpgseinerseits die Vorstreckung dieses Betrags zugesagt. Die restlichen 50 Prozent werden vom Budget der Gesellschaft der Freunde der Kathedrale finanziert. Die Einweihung findet am Samstag, den 8. Oktober 2016 um 11 Uhr in der Kathedrale im Beisein Seiner Königlichen Hoheit Ludwigs von Bourbon, des Prinzen von Anjou statt".

Das Institut des Hauses Bourbon appelliert daher heute an die Großzügigkeit ihrer treuen Anhängerschaft und zugleich jener der Könige, die Frankreich ausmachen. Sein Vorsitzender, der Prinz von Bauffremont : ''Ich bin überzeugt, dass Ihnen diese bedeutende Unternehmung am Herzen liegt, wird noch dazu der Name unseres Instituts unten aufscheinen, und dabei den Tausenden von Touristen und Fremden, die diesen hehren Ort der christlichen Identität in unserem Land Jahr für Jahr besuchen, lebhaft Zeugnis davon geben".

 

Programm :

10.45 : Eintreffen am Platz der Kathedrale von Reims

11.00 : Enthüllung des Schilds zur Erinnerung an die 31 Könige von Frankreich

11.30 : Cocktailempfang im Palais du Tau, organisiert von den 'Freunden der Kathedrale unter Teilnahme des Hauses des Champagners MUMM

12.30 : Mittagessen im Restaurant Cru Chanzy, Chanzy-Straße 12 in Reims

14.30 : Tagung im Palais du Tau unter der Leitung Prof. Patrick Demouys: "Krönung Ludwigs des Frommen am 5. Oktober 816."

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Lateinisches Gebet für den König

 

Quaesumus, omnipotens Deus, ut famulus Tuus Ludovicus Rex noster, qui Tua miseratione suscepit regni gubernacula, virtutum etiam omnium percipiat incrementa quibus decenter ornatus, et vitiorum monstra devitare, hostes superare, et ad Te, Qui via, veritas et vita es, gratiosus valeat pervenire. Per Christum Dominum nostrum.

Marie-Marguerite von Bourbon, Herzogin von Anjou, in den Malteserorden aufgenommen.

Am 25. Juni 2016 wurde die Königin von Frankreich, Marie-Marguerite von Bourbon, Herzogin von Anjou, in den Souveränen Ritter- und Hospitalerorden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta aufgenommen und erhielt als Dame das Großkreuz der Ehr und Hingabe.

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Die Königin legte Ihren Eid ab :
 
"Ich, Marie-Marguerite von Bourbon, begehre die Aufnahme in den Souveränen Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes von Jerusalem, von Rhodos und von Malta, und in voller Kenntnis der Anforderungen verkünde ich meinen Wunsch, dort aufgenommen zu werden.
 
Mit der Hilfe Gottes, der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Philerme und dem Schutz des heiligen Johannes verspreche ich ein beispielhaftes christliches Verhalten in meinem privaten und öffentlichen Leben, in Übereinstimmung mit den Pflichten gegenüber meinem Staat, und dazu beizutragen, die Tradition des Ordens fortzuführen.
 
13600251_591161657729799_5521641377668952317_n.jpgIch verspreche, so gut ich kann meine Tätigkeit dem Dienst des französischen Verbandes (des Ordens) zu widmen und effektiv mit ihren Wohlfahrtsverbänden, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen zusammenzuarbeiten".
 
Seine Exzellenz Graf de Beaumont-Beynac verlieh, nachdem er Ihren Eid vernommen hatte, der Königin das weiße Malteserkreuz mit acht Perlenstiften (Symbole der acht Seligpreisungen) an einem seidenen Band.
 
Möge unser Draifältige Gott und die allerseligste Jungfrau Maria Prinzessin Marie-Marguerite de Bourbon, Herzogin von Anjou, segnen und behüten, so dass sie allzeit treu sowohl Gott als auch ihrem Mann Prinz Ludwig XX und dem Konigreich Frankreich dient !

29/08/2016

Botschaft Seiner Hoheit des Prinz Ludwig von Bourbon

Botschaft Ludwigs von Bourbon, Herzog von Anjou, de jure Seiner Majestät Ludwigs XX, des Königs aller Franzosen, aus Anlass des Festes des Heiligen Ludwigs am 25. August 2016

Meine lieben Landsleute,

prinz.jpgDas Datum 25. August, an dem des Heiligen Ludwig, meines Vorfahren und Schutzpatrons sowie eines weithin anerkannten Vorbilds an Weisheit auf dem Gebiet der Politik gedacht wird, gibt mir die Gelegenheit, mir Gehör zu verschaffen. Ich wollte das ursprünglich nicht tun, als sich die Ereignisse im Sommer dramatisch überschlugen, denn meine Stimme hätte wenig zum bisher Gesagten beigetragen. Aber das Mitgefühl mit den Opfern überwog und wird stärker, denn die Folgen dieser barbarischen Attacken sind noch lange nicht vorbei ; die Unterstützung gegenüber den Sicherheitskräften und Rettungsmannschaften überwog ebenso und wird größer angesichts des Umfangs des Übels. Aber einmal davon abgesehen ? Was kann man zu diesen schrecklichen Greueltaten sagen ? Die unvorstellbar feigen Morde an Unschuldigen haben keinerlei Rechtfertigung und sie im Namen des Glaubens zuu begehen schon recht nicht. Fanatismus und Politik haben sich noch nie vertragen, zeigt uns die Geschichte.

Aber es ist die Geschichte, jedoch ohne Rückschrittlichkeit sondern im Sinne von besserer Zukunft, dass ich im Moment, da mein Land Frankreich eine schwere Krise durchmacht, etwas vorbringe. Mir scheint, dass die üblichen politischen Mittel nicht ausreichen, um den Schäden und großen Leiden beizukommen. In jahrhundertelang gemachter Erfahrung erscheint mir das Übel, das Frankreich nunmehr schlägt, ein zweifaches zu sein. Zuerst einmal gibt es einen Kulturkrieg, der uns von einem mehr oder minder sichtbaren und heimtückischen Feind erklärt wurde, und den die Regierungen nunmehr endlich beim Namen nennen, wie es scheint, aber vor allem um eine tiefgreifende und schwere moralische oder Identitätskrise, eine Art innerem Krebs, der uns, vielleicht um so mehr als der Feind sich abzeichnet, zerfrisst.

Vom Krieg in Frankreich zu jenem in Europa gegen die Christenheit – was wäre da zu sagen ? Die Dinge beim Namen zu nennen und sie entsprechend zu bewerten ist bereits bestens geeignet, sie zu bekämpfen. Hat man einmal den Feind erkannt, so ist man sich dessen bewusst und setzt eine Außen- und Innenpolitik ein, die den christlichen Interessen Frankreichs und Europas, mit dem wir solidarisch sind, entspricht. Danach muss man sich eine klare Strategie und Vorgehensweise machen. Ich zweifle nicht, dass sowohl die eine wie auch die andere unsere Regierenden, wer immer sie seien, im Sinne haben, wenn sie sich darauf einstellen, sich die Kampfmittel verschaffen und den Fachleuten Vertrauen schenken wollen. Also die Vernunft und weniger das Gefühl und die Gesinnung sprechen lassen. Frankreich wusste immer schon zu kämpfen, seine Armeen sind jedem überall bekannt, und das ganze Land wird die hierfür nötige Kraft dazu finden. Es ist schon viel, wenn sich nunmehr bereits angemessene Gegenbewegungen abzuzeichnen beginnen.

saint-louis-503e745.jpgDie moralische Krise ist schwerwiegender. Die inneren Ursachen sind immer komplexer zu bekämpfen als die offen erklärten Feinde. Dies umso mehr als sie tiefere, weiter verzweigte Wurzeln haben. Aber die Geschichte – und ich bin irgendwie sozusagen durch Erbe und Nachfolge Repräsentant der Souveräne, die jahrhundertelang geduldig Frankreich geformt haben – zeigt, dass die Gewissenskrisen nicht unlösbar sind. Oft ist es gerade durch Prüfungen und Brüche mit vergangenen Gewohnheiten, die sich auflösen, dass es zu Fortschritten kommt und sich Frankreich konsolidiert. Von Anfang an ! Prüfungen und Bruch, mit Chlodwig, der aus der römischen Provinz Gallien das freie und autonome Königreich macht ; Prüfungen und Bruch mit der karolingischen Renaissance ; dann mit der Erneuerung der Souveränität im 13. Jahrhundert, jener von Bouvines (einem Schlachtfeld) und dem Heiligen Ludwig ; und weiter mit der Blüte nach dem Hundertjährigen Krieg, der Frankreich jedoch blutleer zurückließ und gleichsam dem Wohlwollen einer fremden Dynastie auslieferte. Was wäre nicht alles zu sagen über die Renaissance, die den Katastrophen der Gemeinde von Pavie gefolgt ist, über jene nach den Religionskriegen oder auch über den bemerkenswerten Aufbruch des ganzen Landes im frühen 18. Jahrhundert, als sich Ludwig XIV einem Europa gegenübersah, das wieder einmal geeint war. Ja, es gibt eine sehr französische Charaskteristik, die nicht will, dass unser Land, wenn es auch zerzaust und fast geschlagen ist, kapituliert.

Dieses Aufwachen kommt von der besonderen Eigenheit der französischen Natur. Es handelt sich nicht um einen Staat wie jeder andere. Man verwechselt hier nicht die Macht mit der Gewalt. Frankreich hat sich immer auf die Familie verlassen, auf Interessensgesellschaften, auf den in Kraft gesetzten Rechtsstaat, als Europa noch der Feudalherrschaft und dem Recht des Stärkeren anhing. Wenn nun Frankreich diese Eigenheit aufweist, so resultiert dies aus seinen Wurzeln. Chlodwig war nicht nur der erste König, sondern vor allem der erste christliche König. Von Anfang der französischen Zivilisation an gab es eine Erhöhung, wie man an der Übertragung der Mach durch eine echte Krönung sehen kann. Politik und Mystik gingen miteinander einher. Niemals war ein König allmächtig. Die französische Königswürde ward immer als Dienstleistung verstanden, die einem gottgegebene Pflichten auferlegte. Über dem König gab es immer die Verpflichtung, die Gebote des Evangeliums, die auch jene des Naturrechts sind, einzuhalten: Achtung der menschlichen Person sowie Achtung gegenüber der Familie. Frankreich hat sich wahrlich den Titel "älteste Tochter der Kirche" verdient, denn mehr als alle anderen Nationen hat es seine Pflichten vor seinen Rechten aufrechtgehalten. Es hat dem Glauben einen Wert beigemessen, der der Politik eine zusätzliche Dimension verlieh. Auf diese Art wurde es zum richtungsweisenden Vorbild.

Sicher hat es sich zu verschiedenen Zeitaltern anders verhalten, aber das Prinzip war immer dasselbe; sicher hat es manchmal schlechte Politik gegeben, wurde aber immer als solche erkannt. Aber die Geschichte lehrt uns auch, dass es nicht zu überschreitende Grenzen, unwandelbare Prinzipien gibt: die Souveränität des Staates, das Primat des Gemeinwohls gegenüber den Partikularinteressen, insbesonders die kollektiven Freiheiten, um die vererbten Besonderheiten der geschichtlichen Plätze usw. zu wahren.

Die Geschichte lehrt uns auch, dass ein Volk gerade dann groß ist, wenn es eine Vision über sein gemeinsames Schicksal, also seine Zukunft bereitwillig teilt ; aus sich herauszugehen um über sich hinauszugehen und damit das Terrain der Geschichte zu betreten. Die so getan haben, sind damit zu großen Künstlern, großen Weisen, großen Führern und Eroberern geworden ; zum nationalen Ruhm, von dem unsere Bücher, unsere Gedächtnisfeiern, unsere Lieder berichten. Lange Zeit hindurch, vom Epos der Soldatengarde während des napoleonischen Empires bis zum „débout des morts“ = „auf Tote!“ des Ersten Weltkriegs haben die neuen Regierungen immerzu an diese Erzählung erinnert. Die Mystik des Vaterlands hatte die Liebe zum König und der Krone ersetzen können. Aber worin besteht er nunmehr genau ? Welche "Mystik" wird den Jungen seit zwei oder drei Generationen geboten ? Jene des Konsums und Materialismus; jene der Kultur des Todes ; jene des Spiels und des geringsten Aufwands ; jene der Allmacht des Geldes. Seit Jahrzehnten werden als neue Werte der Individualismus, die Aufgabe der Vermittlung der Bedeutung von aufopferndem Dienen, der Relativismus, Wesentliches und Verinnerlichung sowie letztlich die Leugnung der ruhmreichen Abschnitte in unserer Geschichte, für die man sich nunmehr sogar entschuldigen muss ! All das hat langsam aber sicher die Grundpfeiler der Gesellschaft, die sie nicht mehr aufnehmen konnte, wenn sie an ihre Tür klopften und jegliches Wünschen und Verlangen nach Integration innerhalb Frankreichs abtöteten viel mehr zum Gegenmodell als Modell gemacht.

Mir scheint, dass die Ursache für diesen traurigen Zustand zuallererst in der Aufgabe der Werte insbesondere der religiösen in unserem Land ist, also die Grenzen ohne die die Freiheiten nicht mehr als Freibriefe, in denen sich Gefahren bergen, sind sowohl für den Menschen als auch für die Gesellschaft. Solcherart hat sich innerhalb von etwas mehr als zwei Jahrhunderten unsere sowohl französische wie auch christliche Identität verändert. Mit dem Verlust der Werte ist es schwer, die Zukunft zu gestalten ! Auch ist mit guten Absichten, wie es die Anhänger einer laizistischen Republik vorgeben, alleine kein Staat zu machen und kommt auch nur einem Selbstbetrug gleich ! Sie schneidet uns in Wahrheit von unseren verankernden Wurzeln ab, und die innere Leere ebnet jedweder Art von todbringender Ideologie den Weg.

Die Jungen brauchen Größe, Schönheit, Hoffnung. Eine Gesellschaft, die die Hoffnung aufgibt und die Jugend enttäuscht, hat keinen Platz mehr. Man muss von diesem Geist der Selbstaufgabe wegkommen. Man muss sich wieder begeistern können, wünschen sich selbst zu überwinden und vor allem willensstark werden. Man muss das Feuer von Bouvines und Patay wieder finden, jenes der Sportskanonen und sich an den Heiligen oder am Militär ein Beispiel nehmen. Mann muss Perspektiven aufzeigen, die sich wiederum durch Selbstlosigkeit und Größe auszeichnen. An solchen Gelegenheiten mangelt es auch heutzutage durchaus nicht, wo es vielerlei Kämpfe auszufechten gilt: jenen dem menschlichen Leben wieder Raum zu geben bei all der facettenreichen Vergesslichkeit über dessen Wert gerade in den reichen Ländern bis zu den Problemen der Mangelernährung in den armen Ländern; jenen unseren Planeten nachhaltiger zu bewahren, nachdem er oft durch die Rücksichtslosigkeit gleich mehrerer Generationen ausgeplündert wurde; jenen des größtmöglichen Zugangs zur Bildung ohne die es keinen Austausch zwischen den Menschen gibt. Reden und verstehen können !

Wieder Geschmack am Gemeinwohl finden und sich bewusst werden, dass Frankreich zuallererst eine starke Gemeinschaft durch seine Identitätsstiftung aufgrund seiner griechisch-lateinischen sowie christlichen Wurzeln ist.

Glücklicherweise haben viele Jugendliche das selber herausgefunden und die falschen Ratgeber, die sie eher betrogen als unterweisen konnten, überwunden. Seit einigen Jahren sieht man, dass sie wachsam sind, was ihr Land betrifft: das Fundament der Philosophie und Politik wiederentdecken, ehrenamtliche Tätigkeit wieder aufnehmen, ohne die es kein Aufrechterhalten des Gemeinwohls gibt. Man kann insbesondere das Aufleben des Familiensinns sowie den Lebensschutz wieder beobachten, auf dem sie ihre Zukunftsperspektiven aufbauen. Die Welt gehört den Jungen und jenen, die ihrem Leben Sinn geben. Die Geschichte Frankreichs lehrt uns das.

Ich wollte das in Erinnerung rufen, denn indem ich meinen Vorfahren, den Heiligen Ludwig, aber auch alle Heiligen und die Heiligen Frankreichs sonder Zahl um Hilfe rufe, und zugleich nicht den Letzten darunter vergesse, nämlich Vater Hamel, der als Märtyrer für seinen Glauben sein Leben gab, glaube ich mehr denn je an mein Land und an seine Zukunft.

Ludwig von Bourbon, Herzog von Anjou

(übersetzung Hoitsch.K)

18/06/2016

Erzbischof Freppel

1503301657.jpgZur Inhaltswiedergabe (sehr kurz) des Wikipédia-Artikels in deutscher Sprache. Ich muss einige Erläuterungen zum Thema Erzbischof Freppel und dem sachdienlichen Interesse für die Legitimisten hinzufügen.

Der Leser dieses Artikels wird nur behalten, daß er « deutschfeindlich » war… Sicherlich, wenn wir die Dinge nicht im Kontext der Zeit hinstellen. Nach dem Krieg von 1870 kann man den Schock über den Verlust Elsaß-Lothringens verstehen. Das Elsaß hatte seit Ludwig XIV zu Frankreich gehört. Daher haben viele Menschen diesen Verlust als Trauma erlebt, dann haben sie in der Folge durch die Ereignisse gelitten, davon eine Menge an Elend und Not. Brüder würden von einander verschiedene Entscheidungen treffen (für Deutschland gegen Frankreich - oder umgekehrt für Frankreich gegen Deutschland), in verschiedenen Armeen dienen und verschiedene Uniformen tragen. Sie werden einander in absurden Kriegen und mit unaussprechlicher Gewalt töten.

Es ist nicht dieser Teil des Lebens von Erzbischof Freppel, der heute interessant ist. Diese Konflikte der letzten Jahrhunderte sind überholt. Und diejenigen die heute die Werte des christlichen Abendlandes innehaben, haben kein Interesse daran, die alten « nationalistischen » Gefühle aufleben zu lassen, da sie eine neue Konzeption des Staatswesens geerbt haben.

Interessant am Leben von Erzbischof Freppel zu beobachten ist seine politische Entwicklung. Und dabei führt uns sein Weg zu einigen Überlegungen. Am Anfang war er Anhänger Napoleons III, dann wendet sich Erzbischof Freppel durch die Ereignisse und die Enttäuschung resultierend aus dem zweiten Reich immer mehr zum Royalismus und zum rechtmäßigen Thronfolger, Heinrich V, dem Grafen von Chambord.

Diese Entwicklung ist interessant, weil sie uns über die Legitimität und Herkunft der weltlichen Macht nachdenken läßt. Sie gibt uns den Schlüssel zu einem besseren Verständnis des bösen Geistes der Revolution, und die Fallen die daraus erwachsen. Frankreich versinkt seit mehr als 200 Jahren, weil es für seine Gottlosigkeit und Ablehnung der Herrschaft Jesu Christi bestraft ist

Ich meine, es ist wichtig, diesen Punkt im Lichte der Geschichte zu klären, um jedwede Fehlinterpretation oder Missverständnisse zu vermeiden. Wir leben heute in einer anderen Zeit als jener Erzbischof Freppels. Im Abstand sehen wir rückblickend, wie absurd diese blutigen Kriege waren. Und vor allem wie sie im Gegensatz zu den Grundlagen der christlichen Zivilisation waren.

Reny_F

13/06/2016

Obernai (Elsaß) 11 juni 2016

3.JPGAm zweiten Tag des Legitimistentreffens, also am Samstag, den 11. Juni 2016, das im Osten des Königreichs Frankreich stattfand, befasste man sich mit der Veranstaltung im Vorjahr am Colline de Sion-Vaudémont in Lothringen, das am 6. Juni 2015 war. Ich möchte hiemit im Namen des Vereins Robert de Baudricourt besonders unseren Nachbarn des Vereins Saint-Materne für den herzlichen Empfang in dieser schönen elsässischen Provinz und seinen einladenden Orten danken.

Wie ich auch in meiner Abschlußadresse vom Samstag, den 11. Juni festhielt, ist es für mich immer eine ganz große Freude in den Elsaß zu kommen und noch mehr, wenn ich mich mit den Legitimisten treffen kann. Ich meine, man kann hier nur gewinnen, wenn man sich zusammenschließt und die Kräfte gemeinsam einsetzt bei solchen Gelegenheiten, die zu einer umso lebhafteren Entwicklung führen. Und damit immer auch zu neuen Berufungen.

14.jpgIch beglückwünsche unseren Redner Herrn Ratichaux zu seiner Themenabhandlung über Monseigneur Freppel. Damit eröffnet sich uns ein reicher Inhalt, ein wertvoller, interessanter Beitrag, der es uns auch ermöglicht, das Leben dieses streitbaren Bischofs, eines Kindes unseres Landes besser zu verstehen.

Dank gebührt auch dem Herrn Pfarrer zuerst einmal für die schöne Messe, die er mit uns in der Kirche in Obernai gefeiert hat, dem Ort, wo das Herz Monseigneur Freppels ruht ; aber auch für seine Predigt, in dem er die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Autorität und der Hierarchie betont, aus der man wiederum Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit ableitet.

17.jpgEin Lob auch unserem Stadtführer, durch den wir aufgrund seines Wissens über die Architektur der Stadt viel über die elsässischen Häuser erfahren haben, bei denen es sich um unverwechselbar ansprechende Fachwerkbauten auf Stein gebaut handelt, was den Reichtum und die Schönheit dieses ins tägliche Leben integrierten Kulturerbes ausmacht. Weiters erzählte er über die Zünfte, deren Mitgliedschaft in langer Handwerkstradition weitervererbt wurde, was die bereits sehr umfassenden Ausführungen des Referenten vom Vormittag abrundete. Monseigneur Freppel, eine der größten Gestalten unter den französischen Bischöfen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, war außerdem ein glühender Verfechter dieser Tradition.

Dank gilt schließlich auch dem Vorsitzenden des Vereins Saint-Materne für die perfekte Organisation dieses, was Kontakte und Austausch anbelangt, so erfolgreichen Treffens.

Ich lege Ihnen allen daher das nächstjährige Treffen in Lothringen ans Herz !

 

Reny_F

 

(übersetzung Hoitsch.K)

09/06/2016

Ludwig den XVII

L1.jpgWer erinnert sich an Ludwig-Karl von Frankreich ? Zweiter Sohn Ludwigs XVI und Marie-Antoinettes, siebzehnter dieses Namens...

Seine Regierungszeit war kurz, und die « offiziellen » Geschichtsbücher der Republik scheuen sich, den Franzosen über seine Leiden zu berichten. Er war Opfer der Grausamkeit, Barbarei und revolutionären Hasssgefühle, aller Feigheit und Neidereien der Menschen, und hatte als Wohnsitz ein elendes Gefängnisquartier, als Thron eine Pritsche, und er kannte keine andere Krone als jene des Martyriums.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits alles vom Sturm der Revolution hinweggefegt. Nach der Hinrichtung seines Vaters, Seiner Majestät Ludwig XVI hat man ihm nur in den Verschlägen der Konterrevolutionäre in der Vendée oder den Behelfszelten des Exils den Titel König von Frankreich anerkannt. Im Leben dieses jungen, unglücklichen Prinzen sollten sich die härtesten Prüfungen, Schicksalsschläge, wie die Gefangenschaft der königlichen Familie im Tempelturm abspielen; Folge und schmerzliches Ende des abrupten Verschwindens der katholischen königlichen Monarchie in Frankreich.

Die französischen katholischen Royalisten von einst konnten nur von fern bei dem Drama zu Hilfe eilend mitwirken, das sich im Tempelturm abspielte, und haben daher nichts von den brutalen Szenen der Revolution, die sich an der Unschuld eines Kindes, das des Schutzes durch seine Eltern beraubt war, erbarmungslos schadlos hielten. Die Sieger der Revolution hielten dem französischen Volk die Schrecken sorgfältig verborgen, sodass die Grausamkeiten die an dem schwachen Waisen im Tempel verübt wurden, für immer im Bewusstsein des Volkes dem Vergessen anheimfielen.

L2.jpgDer Tempelturm existiert heute nicht mehr, dieses Denkmal wo sich dieses schreckliche Drama abspielte, und das für immer mit der Gefangenschaft der königlichen Familie, die aller, auch der grundlegenden Rechte beraubt war, verbunden ist; damit es später einmal nicht zu einem Wallfahrtsort der Königstreuen und Katholiken würde, beschlossen die Revolutionäre seine Zerstörung, wie es Verbrecher nun einmal tun, die einen lästigen Zeugen, der zuviel weiß und gesehen hat, loswerden wollen... Das Ende des Tempels folgt auf das Ende Ludwigs XVII, als alles untergeht.

Die wahre Geschichte Ludwigs XVII kann nur ein tiefes Gefühl des Mitleids und der Empörung in jedem Christen hervorrufen. Grauenvolles Drama, widerwärtige Episode der französischen Revolution, moralischer Zusammenbruch, Schande der Menschheit... Halten wir uns vor Augen, wieviel Frankreich durch die grausamsten Foltern an diesem Kind, das wohl geliebt zu werden verdiente, zu seinem großen Unglück verloren hat. Wie sehr es einmal an der Macht durch Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit, Undank und menschlichen Unfug gerechtfertigt gewesen wäre.

Am 8. Juni 1795 ging Luwig XVII von uns; er wurde nur zehn Jahre, zwei Monate und zwölf Tage alt.

Reny_F

(übersetzung Hoitsch-K)

05/06/2016

Erstkommunion der Prinzessin Eugénie von Bourbon

Prinzessin Eugenie von Bourbon, "Tochter von Frankreich" ganz in Weiß gekleidet hatte ihre Erstkommunion im Kloster "Dechaussees royales" begleitet von Herzog und Herzogin von Anjou, ihren Brüdern, ihrer Großmutter und Freunden der Familie.

Das Kloster wurde im Jahre 1559 von Johanna von Österreich, Tochter Karls V und der Isabella von Portugal erbaut und beherbergt heute den verstorbenen Alphonse II, Prinz von Bourbon.

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